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Bahnhofsviertel

ISG fordert Ende der Verkehrsversuche

Münster

Genug vom Versuch: Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster (ISG) fordert, dass die Verkehrsversuche wie geplant am 24. September enden. In einer Stellungnahme schildern sie ihre Argumente.

Verkehrsversuch an der Bahnhofstraße Foto: Oliver Werner

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster (ISG) fordert, dass die Verkehrsversuche wie geplant am 24. September enden und nicht fortgeführt werden. Besonders der Verkehrsversuch der durchgängigen Busspur zwischen Ludgeriplatz und Landeshaus ist der Gemeinschaft ein Dorn im Auge.

In einer Mitteilung schildert die ISG, wie sie mit kontinuierlicher und detaillierter Beobachtung der Auswirkungen des Verkehrsversuches im Bahnhofsviertel festgestellt habe, „dass kein ausgewogenes Verhältnis zwischen festzustellenden Behinderungen und erwarteten Mehrwerten besteht“.

Das Bündnis aus Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern im Bahnhofsviertel sei um die Erreichbarkeit und die Mobilität im Viertel sehr besorgt, heißt es.

Rückstau ohne Ende

Konkret hätten die im Versuchsumfeld ansässigen Unternehmen und Bewohner beobachtet, dass der Versuch starke Stauungen auf der Bahnhofstraße und Umgebung nach sich zog. Durch unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Versuchsstrecke zwischen Weseler Straße und Landeshaus habe kein homogener Verkehrsfluss stattfinden können. Darüber hinaus habe es Konflikte und Stauungen beim Rechtsabbiegen in die Engelstraße, Wolbecker Straße und Friedrichstraße über die Busspuren hinweg gegeben. Die ISG habe zudem Aufstauungen durch zu kurze Ampelschaltungen und Behinderungen des Verkehrsflusses in der Bahnhofstraße durch Rückstau von links abbiegenden Bussen in die Urbanstraße beobachtet. Das Wechselspiel zwischen zweispurigen und einspurigen Fahrbahnen-Teilstücken auf der Versuchsstrecke hätten gerade im Einfädelungsbereich für ein ständiges Anfahren und Bremsen gesorgt.

„Seit dem Beginn des Verkehrsversuchs stehen unsere Hotelgäste auf den letzten Metern im Stau, sodass sie völlig genervt circa 30 bis 40 Minuten später ankommen als geplant“, ärgert sich Kay Fenneberg, Geschäftsführer Hotel Kaiserhof über den Versuch.

ISG will gehört werden

Die ISG beteuert in dem Statement, dass sie Verkehrsversuche als Werkzeug für eine zukunftsfähige Mobilitätsgestaltung begrüße. „Gerade in Bezug auf den Versuch im Bahnhofsviertel hätte sich die ISG jedoch gewünscht, im Vorfeld zum Versuchskonzept sowie zur Versuchsanordnung eingebunden zu werden.“

Das Bündnis wünscht sich, dass ihre Erkenntnisse in die abschließende Bewertung des Verkehrsversuches einbezogen werden.

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