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20 Gruppen beim Musikfestival im Schlossgarten

Jazzpoeten und Trommelwirbel

Münster

Breit war die musikalische Palette beim Festival „Noise!Start“ im Schlossgarten. Und es gab manche Überraschung.

-anh-

Einen temperamentvollen Einsatz auf der Bühne lieferte Jenny Steady Foto: Andreas Hasenkamp

Endlich wieder ein Festival: Im Schlossgarten vereinte „Noise!Start“ am Samstag 20 Gruppen münsterischer Provenienz, von Weltmusik für Kinder mit Karibuni am Mittag bis Jazz gegen Mitternacht. Dazwischen konnten ausdauernde Gäste etwa halbstündlich Standort oder Blickrichtung wechseln: Dem Pavillon stand 70 Meter entfernt eine zusätzliche Bühne gegenüber, der Trick für schnelle Wechsel der Musiker.

Abwechslung gab es reichlich, ihr Sinnbild war „Krama“. So heißt die Gruppe, die mit Trommeln und Marimbaphon Neue Musik spielte. „Krama“ ist übrigens griechisch und heißt Vielfalt.

Gegenüber baute das „Phil Seeboth Trio“ für Southern Blues Rock auf. Seeboth freute sich über das größere Publikum – für ihn waren zuletzt kleine Solo- und Duo-Auftritt normal, mit eher 50 bis 80 Gästen. Während es am Nachmittag rund 200 Besucher waren, wurden im Laufe des Abends rund 700 gezählt. Gegen 22 Uhr ist Organisator Helmut Buntjer „ziemlich fertig“, aber zufrieden: Die Kalkulation sei übertroffen, die erlaubte Maximalzahl an Gästen hätte ihm Kopfschmerzen bereitet.

Viele Förderer

Im Publikum sind weitere Musiker aus Münster, die selbst nicht auftreten, hat ein gut gelauntes Ehepaar beobachtet. Applaus gibt es reichlich, nicht nur für die Musiker – auch für Organisator Helmut Buntjer und für die Dame an den Toiletten.

Die Idee für „Noise!Start“ gehe auf den Februar dieses Jahres zurück, sagt Helmut Buntjer. Die Unterstützung sei stark und breit gewesen, durch Universität und Stadt, Kulturamt und Bundesstiftung für Kultur. Die Förderung des „Kultursommers“ habe das Festival finanziell erst möglich gemacht. Mit den Helfern habe man einen guten Griff getan, sagt er zufrieden.

Aussichten für 2022

Lob gab es auch von Gitarrist Frank Konrad, der gleich zweimal auftrat und sich fertig machte für den Auftritt der „Jazzpoeten“ mit Chansons mit deutschen Texten. Der Wechsel der Gruppen klappe sehr gut, so auch der Zeitplan.

Ob das Festival 2022 wiederholt werde, sei er mehrfach gefragt worden, sagt Buntjer. Er fände das „super“, man müsse es dann finanziell wohl auf andere Beine stellen.

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