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„Junge Nacht“ im LWL-Museum

Jede Menge Licht ins Dunkel

Münster

Wer in der „Jungen Nacht“ das LWL-Museum für Kunst und Kultur besuchte, konnte die Ausstellungen im wahrsten Sinne in einem ganz neuen Licht erleben: Denn im Zentrum der Kulturnacht standen spektakuläre Licht-Performances.

Jörn Krüßel

Gebannt schaute das Publikum dicht gedrängt von den Treppen hinunter ins Foyer, wo die Lichtakrobaten von „Flying Lights“ mit leuchtenden Keulen umher wirbelten. Foto: Jörn Krüßel

Im Museumsfoyer herrschte reges Treiben. Freier Eintritt, junge Themen – das zumeist studentische Publikum kam in Scharen. Vor allem die Bauhaus-Führungen waren begehrt. Im Jubiläumsjahr zeigt das LWL, wie die von Walter Gropius gegründete Kunstschule die Kunst der USA bis heute beeinflusst hast.

Und wer sich auf diese beeindruckende Reise machte, der staunte darüber, wie sehr Licht und seine Verwendung im Vordergrund der Exponate stehen. Ob Lichttheater oder „Lichtspielapparat“ – die optischen Sinne wurden immer wieder herausgefordert. Dies übertrugen auch Miriam Willems und Sebastian Heller von den Lichtakrobaten „Flying Lights“ in das abgedunkelte Foyer.

Mit LED-Lichtstäben wirbelten die Frankfurter inmitten des Publikums und ließen Bilder und Slogans aus dem Nichts entstehen. Nebenan im Auditorium zeigte „Exchampion“ Benjamin Kövener, wie sich Drum‘n´Bass mit Schlagzeug anhört. Zusammen mit Videoprojektionen war auch dies ein wilder audiovisueller Ritt.

Weitaus weniger mysteriös, dafür umso rustikaler ging es bei der „Putzfrauen-Führung“ zu. Die Reinigungskraft mit hohem Hintergrundwissen brachte die große Schar an Zuhörern mit ihren Ausführungen, etwa zu „Wisch- und Mopp-Techniken“ vor Gerhard Richters Fotorealismus, zum Schmunzeln.

Wie es sich für die „Junge Nacht“ gehört, stieg nach dem Programm im Foyer die Party mit Indie- und Elektroklängen.

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