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Weltfrühchentag

Jonas holt mächtig auf

Münster

Als Jonas 2016 im Uniklinikum Münster geboren wurde, wog er nur 470 Gramm. Denn statt in der 40. kam er schon in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt. Immer wieder gab es Komplikationen. Doch nun ist all das Geschichte.

Jonas ist ein aktives und fröhliches Kind. Dass er bei seiner Geburt nur 470 Gramm wog, merkt man ihm heute nicht mehr an. Foto: privat

Als Jonas im Juni 2016 zur Welt kam, war er ein extremes Frühchen. Grund für den viel zu frühen Start ins Leben war eine Plazenta-Insuffizienz, die in der 26. Schwangerschaftswoche einen Kaiserschnitt notwendig machte. Doch auch danach gab es immer wieder Komplikationen. Die intensive nachgeburtliche Betreuung durch die Neonatologen und viele andere pädiatrische Spezialisten am Universitätsklinikum Münster (UKM) war lebensrettend, sagt Christina Lütkemeyer, die Mutter, rückblickend. Das alles ist inzwischen Geschichte: Heute geht es Jonas sehr gut, berichtet das UKM in einer Pressemitteilung.

Dass die 26. Schwangerschaftswoche für einen Start ins Leben viel zu früh ist, war allen Beteiligten sehr bewusst. Dementsprechend groß war die Sorge, als sich die Ärzte der UKM-Geburtshilfe zwei Wochen, nachdem Christina Lütkemeyer mit einer Plazenta-Insuffizienz ins UKM kam, zu einem Kaiserschnitt entschieden.

Jonas wurde rund um die Uhr betreut

„Die Gefahr einer für das Kind lebensbedrohlichen Unterversorgung war einfach zu groß“, sagt Dr. Mareike Möllers, Leitende Oberärztin des Bereichs Geburtshilfe und Pränatalmedizin. „Zunächst lief alles erstaunlich gut, Jonas hat nach der Geburt sogar geschrien, was ein gutes Zeichen ist“, erinnert sich Christina Lütkemeyer. Wegen seines geringen Geburtsgewichts von nur 470 Gramm, haben ihn die Neonatologen und Kinderintensivmediziner rund um die Uhr betreut.

Lila Licht leuchtet für Frühgeborene

Es kam in den Folgewochen zu schweren Komplikationen, „Jonas‘ Leben stand mehrfach auf der Kippe“, sagt seine Mutter.

Jonas ist inzwischen fünf. „Noch ist er kleiner und zarter als die anderen“, weiß seine Mutter. Bei der Schuluntersuchung habe sich gezeigt, dass er kognitiv seinen Spielkameraden in nichts nachsteht.

Aktion in der Ludgeristraße

Am Weltfrühchentag am Mittwoch (17. November) machen die Vereine „Das frühgeborene Kind“ und „Bunter Kreis Münsterland“ mit Mitarbeitenden der Neonatologie des UKM mit einem Stand auf der Ludgeristraße von 14.30 bis 18 Uhr auf das Thema aufmerksam und sind für Interessierte ansprechbar. Erkennbar ist das Team an 55 mit Helium gefüllten lila Luftballons, die stellvertretend für jedes Frühchen unter 1500 Gramm, das in diesem Jahr am UKM zur Welt kam.

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