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Der Arbeitsmarkt in Münster im Juli

Jugendarbeitslosigkeit steigt leicht an

Münster

Die Agentur für Arbeit hat für die Region im Juli mehr Arbeitslose gemeldet als im Monat zuvor. Das aber insbesondere saisonal bedingt.

Symbolbild. Foto: dpa

Insgesamt 7 844 Frauen und Männer sind im Juli in Münster arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 309 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent.

Dennoch sei die Lage am Arbeitsmarkt stabil, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Das zeige der Blick auf den Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber Juli 2021 sank die Arbeitslosigkeit um 994 Personen. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozentpunkte. „Die Wirtschaft in Münster hat sich insgesamt gesehen von den Auswirkungen der Pandemie erholt. Auch die internationalen Geschehnisse beeinflussen den Arbeitsmarkt aktuell kaum. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit, den wir im Juli verzeichnet haben, ist in großen Teilen auf typische saisonale Effekte zurückzuführen“, erläutert Fahnemann.

Jugendarbeitslosigkeit erneut erhöht

So erhöhte sich die Jugendarbeitslosigkeit im Juli erneut. Zuletzt waren 659 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, 70 mehr als im Juni. „Die Jugendarbeitslosigkeit steigt üblicherweise in den Sommermonaten nach den Abschlussprüfungen in zahlreichen Ausbildungsgängen an. In den meisten Fällen versuchen die Unternehmen zwar, ihre Nachwuchskräfte nach der Ausbildung zu übernehmen, wenn dies nicht aber möglich ist, melden sich die Betroffenen übergangsweise arbeitslos“, berichtet der Agenturchef.

Da die Nachfrage nach qualifizierten neuen Mitarbeitern aber nach wie vor hoch sei, hätten die Ausbildungsabsolventen gute Chancen am Arbeitsmarkt, unterstreicht Fahnemann.

Viele Fachkräfte werden gesucht

Auch das Auslaufen von befristeten Beschäftigungen zum Halbjahreswechsel sei ein Grund für die gestiegene Arbeitslosigkeit, berichtet Fahnemann: „Dabei handelt es sich ebenfalls um einen wiederkehrenden saisonalen Effekt am Arbeitsmarkt“. Er rechnet auch hier damit, dass Betroffene schnell eine neue Anschlussbeschäftigung finden: „Der Fachkräftebedarf der Unternehmen eröffnet viele Chancen für Menschen, die eine neue Arbeitsstelle suchen“, sagt er. „Allerdings werden vorrangig gut qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber gesucht“, betont Fahnemann. So richteten sich 80 Prozent der 3 693 Stellenangebote, die im Juli bei der Agentur für Arbeit gemeldet waren, an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufs- oder Hochschulausbildung.

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