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FDP nennt Schwerpunktthemen im Wahlkampf

Junge Familien stärker entlasten

Münster

Die FDP hat in Bundestagswahlkampf gezielt junge Familien im Blick. Bundestagskandidat Klaus Kretzer will sich unter anderem für Freibeträge bei der Grunderwerbssteuer und bessere Bildungsbedingungen stark machen.

Von Karin Höller

Über Schwerpunktthemen des Wahlkampfs sprachen Bundestagskandidat Klaus Kretzer (l.) und der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne. Foto: FDP

Münsters Bundestagskandidat für die FDP, Klaus Kretzer (42), spricht von einer „Chancenwahl im September“ und hat vor allem junge Familien im Blick. Dies nicht nur, weil sie während der Corona-Pandemie zwischen Homeoffice, Kinderbetreuung und Schulproblemen Mehrfachbelastungen tragen mussten. Bildungschancen müssten verbessert werden, ein guter Ansatz sei der Start von 60 Talentschulen in NRW in Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf, unterstreicht der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne aus Coesfeld, beim Gespräch zu Schwerpunktthemen. Eine dieser Talentschulen sei in Münster die Waldschule Kinderhaus.

Bessere Mobilitätskonzepte

Um bezahlbaren Wohnraum für junge Familien zu schaffen, plädieren die beiden Politiker für schnellere Genehmigungsverfahren und Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer, die in NRW aktuell bei 6,5 Prozent liegt. Die freien Demokraten wollen einen Freibetrag von 250.000 Euro pro Person. Baut ein Paar ein Eigenheim, fiele bei einer Summe von 500.000 Euro keine Grunderwerbssteuer an. Ein Vorschlag, „der bislang im Bundesrat leider keine Mehrheit gefunden hat“, bedauert Höne. Die Freibetragsregelung sei aber effektiver zur gezielten Entlastung von Familien als eine generelle Senkung des Steuersatzes und zugleich ein Beitrag, um den angespannten Mietmarkt zu entlasten, ergänzt Kretzer.

Er setzt auch beim Thema Mobilität auf Flexibilität und warnt vor Dogmatismus. Es dürfe nicht das Auto verteufelt werden, mahnt der Vater von drei Kindern, der nach eigenen Aussagen vor drei Jahren das Auto abgegeben hat und aufs Lastenfahrrad umgestiegen ist. Ihm sei der Radwegeausbau wichtig und dass Bahnfahrten auf mittleren und kurzen Strecken attraktiver werde. „Verkehrsteilnehmer dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, unterstreicht Münsters stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender Maximilian Kemler.

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