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"Scale-Up.NRW"

Junge Unternehmen präsentieren ihre Ideen

Münster

Die Start-up-Szene wächst – und sie wird kräftig vom Wirtschaftsministerium NRW gefördert. Besonders erfolgreiche junge Firmen präsentierten sich jetzt beim „Scale-Up.NRW“. Einblicke gab einer der jungen Gründer, der schon zu den alten Hasen gehört.

Von Jan-David Runte

Christopher Huesmann, Co-Gründer von Flaschenpost, erläuterte die Gründe für die schnelle Expansion des Start-ups aus Münster. Auch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Foto: Jan-David Runte

Ein Hautarzt per App, kostenlose Mehrweg-Verpackungen und ein freundliches Inkasso-Unternehmen – klingt nach Zukunftsmusik, aber diese Firmen gibt es bereits jetzt. Im Rahmen des Programms „Scale-Up.NRW“ stellten sich 13 Start-ups im Atlantic-Hotel vor. Außerdem erklärte Christopher Huesmann, Co-Gründer von Flaschenpost, die Gründe für die schnelle Expansion des Start-ups aus Münster.

Start-ups, das sind junge aufstrebende Unternehmen mit neuen Ideen, die schnell wachsen wollen. Mit dem Programm „Scale-Up.NRW“ will das Land Nordrhein-Westfalen 13 ausgewählte Start-ups dabei unterstützen. Das bekräftigte auch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Montagabend bei der Veranstaltung: „Unter den besten sind Sie die allerbesten.“ Außerdem wies er auf die Vorteile von NRW für Unternehmen hin: „Wenn Sie für ihr Unternehmen eine bestimmte Technologie brauchen, werden Sie die auch in NRW finden.“

Flaschenpost-Gründer erklärt den Erfolg

Ein Unternehmen, das sehr stark auf neue Technologie setzt, ist Flaschenpost. Das münsterische Unternehmen beliefert inzwischen weite Teile Deutschlands mit Getränken und Lebensmitteln. Bei seinem Vortrag erklärte Christopher Huesmann, warum die Flaschenpost so schnell expandieren konnte: Das Unternehmen konzentrierte sich zu Beginn nicht auf bestimmte Prestige-Städte wie Berlin oder Hamburg, sondern expandierte organisch im Rhein-Ruhr-Gebiet.

Durch die räumliche Nähe der neuen Standorte sprach sich die Marke Flaschenpost schneller herum und musste nicht an jedem Ort neu aufgebaut werden. Außerdem investierte Flaschenpost massiv in neue Standorte und bestellte bereits Bullis, ohne deren Einsatzort zu wissen. Alle zwei Monate habe man ein neues Lager eröffnet und dabei jedes Mal etwa 100 neue Bullis gebraucht. Ihren Hauptsitz hat Flaschenpost in Münster, und das soll auch so bleiben. „Ich will einfach nicht aus Münster weg“, sagt Christopher Huesmann.

Die Firmen sollen möglichst schnell expandieren

Genau das will das Land mit „Scale-Up.NRW“ erreichen: Die Firmen sollen möglichst schnell expandieren, aber ihren Hauptsitz in NRW behalten. In Düsseldorf sitzen beispielsweise die Gründer der App „Dermanostic“. Damit können Menschen Fotos ihrer Hautkrankheiten machen, bekommen anschließend eine Diagnose und, falls nötig, ein digitales Rezept. Dermanostic garantiert eine Diagnose innerhalb von 24 Stunden. Ein weiteres der 13 ausgewählten Start-ups ist Vytal. Die Firma stellt ein Netzwerk mit Mehrweg-Verpackungen für Essen auf. Das Essen wird direkt in der Mehrweg-Verpackung geliefert und diese muss dann innerhalb von 14 Tagen wieder zurückgebracht oder dem nächsten Lieferanten übergeben werden – für die Kunden komplett kostenlos.

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