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Greenpeace sammelt Unterschriften im Allwetterzoo

Kampagne für Meeresschutzgebiete

Münster

Im Frühjahr ist eine UN-Ozeankonferenz. Um Druck für mehr Meeresschutz zu machen, hat Greenpeace im Allwetterzoo Unterschriften gesammelt.

wn

Eva Kintrup und Lisa Rosendahl (r.) von Greenpeace Münster sammelten im Allwetterzoo Münster Unterschriften für eine Ausweitung der Meeresschutzgebiete. Foto: Greenpeace Münster

Unter Wasser, hunderte Kilometer vom Festland entfernt, befindet sich eine uns kaum bekannte Welt. Dort wandern gewaltige Geschöpfe durch die Ozeane, und Leben gedeiht in lichtloser Tiefe. Diese Vielfalt der Meere gilt es um jeden Preis zu schützen – dabei geht es um nicht weniger als den Fortbestand der Menschheit.

Um auf die Situation der überfischten Meere und die anstehende UN-Ozeankonferenz 2020 im Frühjahr aufmerksam zu machen, besuchte am Wochenende ein Team der münsterischen Greenpeace-Gruppe den Allwetterzoo Münster. Sie sammelten Unterschriften für eine Ausweitung der Meeresschutzgebiete und klärten über die Details der Kampagne auf.

Ziele zur Ausweitung der Meeresschutzgebiete

„Die Meere sind unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise – sie kühlen den Planeten. Doch sie sind aus dem Gleichgewicht geraten. Überfischung, Versauerung, Müllstrudel unter der Wasseroberfläche sind nur einige Folgen des weltweiten Überkonsums“, resümiert Eva Kintrup, Gruppenkoordinatorin bei Greenpeace Münster.

„Das Thema scheint aber für viele sehr abstrakt zu sein. Als wir im vergangenen Jahr zum Thema Schutz des Amazonas im Zoo waren, konnten wir die Menschen leichter für unsere Ideen und Vorhaben gewinnen.“ Alles in allem sei die Gruppe aber mit dem Tag zufrieden.

Der Allwetterzoo Münster begrüßt die Ziele zur Ausweitung der Meeresschutzgebiete und freut sich entsprechend über das Engagement der Aktivisten. „Umwelt und Artenschutz wird bei uns groß geschrieben und ist nicht bloß ein Feigenblatt. Wir sind an zahlreichen Artenschutzprojekten aktiv beteiligt, vereinzelt sogar federführend, wie in unserem Artenschutzzentrum in Kambodscha“, sagt Kuratorin Simone Schehka.

Acht Milliarden Kilo Fisch landen als Beifang in den Netzen

„Und auch das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegt uns am Herzen. So gibt es zum Beispiel eine freiwillige Arbeitsgruppe von Mitarbeitern aus den verschiedensten Abteilungen, die Nachhaltigkeitsthemen im Zoo weiter voranbringen möchten.“

Derzeit sind 76 Prozent der weltweiten Fischgründe schon ausgeschöpft oder bereits überfischt. Acht Milliarden Kilo Fisch landen zudem jedes Jahr als Beifang in den Netzen der Trawler, heißt es in einer Pressemitteilung.

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