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Ökönomische Bildung an Schulen

Karliczeks flammender Appell

Münster

Ökonomische und digitale Bildung an Schulen liegen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sehr am Herzen. Die Eröffnung einer Tagung an der Uni Münster zum Thema nutzte sie zu einem engagierten Plädoyer.

Karin Völker

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnete de tag der ökonomischen Bildung an der Uni. Foto: kv

Sollen sich Jugendliche im Schulalter schon Gedanken über die Altersvorsorge machen? Bundesbildungsministerin Anja Karliczek findet das keineswegs abwegig. Im Gegenteil: „Je früher man dieses Thema in den Blick nimmt, desto besser“, meinte die Ministerin am Donnerstag, als die den 6. Tag der ökonomischen Bildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eröffnete. Auch die Beschäftigung mit der Altersvorsorge gehöre zur ökonomischen Bildung, so Karliczek.

Die Organisatoren der Tagung, das Institut für ökonomische Bildung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der WWU und der „Verband ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen“ hatte zum Thema „Digitalisierung“ ins Unigebäude an der Scharnhorststraße eingeladen.

Bildung ist Deutschlands Rohstoff

Anja Karliczek nutzte die Veranstaltung für einen flammenden Appell, das ökonomische Wissen von Schülern und deren digitale Kompetenz bestmöglich zu fördern. Die Bildung Jugendlicher ist für sie Voraussetzung „um die Wirtschaftskraft Deutschlands und damit den Wohlstand zu erhalten“. Dass die Bundesrepublik weltweit die viertgrößte Wirtschaftsmacht darstelle, verdanke sie ihrem „einzigen Rohstoff, der Bildung und Forschung“ mit der daraus entstehenden Innovationskraft, so Karliczek.

Die Entwicklung von Konzepten für die Vermittlung ökonomischer und digitaler Bildung sieht sie somit als essenziell für die Zukunft des Landes. Den jetzt vereinbarten Digitalpakt zwischen Bund und Ländern hält sie für überfällig.

Zwischen Fakten und Fake-News entscheiden

„Es reicht aber nicht, das Internet in die Klassenzimmer zu bringen, es muss guter Unterricht daraus werden“, so Karliczek. Nur so könnten Lehrer ihre wichtige Aufgabe erfüllen, Jugendliche zu kritischen und demokratiefähigen Erwachsenen zu erziehen, die zwischen Fakten und Fake-News unterscheiden könnten. Heute seien Daten der „Treibstoff der Wirtschaft“, ist die Ministerin überzeugt. Verbindliche Regeln für sicheren und fairen Datenaustausch und Vertrauen in den Datenschutz hält sie für ein Qualitätsmerkmal und grundlegende Voraussetzung des Lebens in freien Gesellschaften.

Experten aus Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Verwaltung vertieften mit den rund 80 Teilnehmern die Themen in Vorträgen, Diskussionen und Workshops.

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