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Messe und Kongress in der Halle Münsterland

Keimzelle Nano

Münster

Die Halle Münsterland ist noch bis Mittwoch Treffpunkt der internationalen Nanotechnologie-Szene. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eröffnete am Montag die Messe „Nanobio-Europe“.

Karin Völker

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Thomas Robbers (r.), Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, informieren sich bei der Nanobio-Europe über eine hochauflösende Kamera. Diese macht Nanopartikel in Zellen sichtbar, erklärt Klaus-Michael Weltring (Verein Nanobioanalytik Münster). Foto: Oliver Werner

Herbert von Bose war bis vor Kurzem Direktor im Bereich Forschung und Innovation bei der EU-Kommission in Brüssel. „Die Themen lassen einen ja nicht los, bloß weil man in den Ruhestand tritt“, erzählt von Bose, während er, weiter als offizieller Vertreter der EU, in der oberen Etage des Messe- und Congress-Zentrums der Halle Münsterland zwischen Laborgeräten, hochauflösenden Kameras und Elektronenmikroskopen umherschlendert. Dort hat gerade die „Nanobio-Europe“ eröffnet. Zehn Jahre nach der Premiere dieser kleinen, aber für Forschung und Wirtschaft in Sachen Nanotechnologie bedeutenden Konferenz und Messe, ist es ein Jubiläumstreffen der Nano-Szene in Münster. Für den Ex-EU-Spitzenbeamten von Bose ist die Stadt „einer der Leuchttürme in Europa, besonders für den Bereich Nanobioanalytik“.

Seit zehn Jahren, als die Messe erstmals – ebenfalls in Münster – stattfand, hat sich eine Menge getan in Sachen Nano: Damals ging es sehr stark um Forschung, jetzt sind viele Technologien in der Anwendung – in Münster vor allem im vor gut einem Jahr eröffneten Nanobioanalytik-Zentrum (NBZ) an der Heisenbergstraße, erläutert Dr. Thomas Robbers, Chef der münsterischen Wirtschaftsförderung.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betont, dass Münster mit seinen Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen eine beispiellosedichte Infrastruktur für nanotechnologischen Entwicklungen habe. Mit rund 20 Millionen Euro hat das Land diesen Bereich in den letzten Jahren gefördert.

Für Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe ist die Nano-Analytik ein Schwerpunkt der Wissenschafts-Allianz zwischen Stadt, Hochschulen und Wirtschaft. Lewe betont: „Die Stadt Münster muss so attraktiv sein, um Nano-Experten aus aller Welt hierher zu holen.“ Bei der Messe ist dies schon gelungen: 230 Fachleute aus 20 Ländern spinnen hier bis Mittwoch an den Nano-Netzwerken.

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