1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Kein Schlamm mehr in der Schlossgräfte

  6. >

Sanierung

Kein Schlamm mehr in der Schlossgräfte

Münster

Die Schlossgräfte, grüne Oase für Tiere und Pflanzen mitten in der Stadt, ist jetzt so sauber wie lange nicht mehr. 13.000 Tonnen Schlamm wurden in den vergangenen Monaten aus dem Wasser gesaugt.

Überzeugten sich vor Ort vom Ergebnis der Schlossgräften-Sanierung: Gero Buchartz (Fa. Kurstjens) Susanne Eisenhut (BLB NRW), Karin Geißler und Nils Ochmann (Bezirksregierung Münster), Aurelia Dickers (Stadt Münster), Gerd Jaeger (BLB NRW) und Dirk Dreier (Stadt Münster) - von links. Foto: BLB NRW

Auf einem Baumstamm sonnt sich eine Wasserschildkröte, einige Meter weiter döst ein Fischreiher im Uferbereich, dicht unter der Wasseroberfläche ziehen Karpfen vorbei – die Tierwelt hat die umfassende Sanierung der Schlossgräfte in Münster offenbar gut überstanden.

Mehrere Monate hatte der Eigentümer des Gewässers, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), die Gräfte per Saugschwimmbagger entschlammt. Dabei wurden rund 13.000 Tonnen Sedimente entfernt, wie es in einer Mitteilung des BLB heißt.

Container und Geräte sind abgebaut

Bei einem Vor-Ort-Termin informierten sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung Münster sowie der Stadt über den Ausgang der Sanierungsmaßnahme. Mittlerweile sind auch die Container und Geräte hinter dem Schloss abgebaut, und über die frühere Baustelle ist schon das erste frisch eingesäte Gras gewachsen.

„Wir haben so eine Maßnahme ja zum ersten Mal durchgeführt“, zieht die Projektverantwortliche Susanne Eisenhut von der Niederlassung Münster des BLB NRW Bilanz. „Dank der engen und tollen Zusammenarbeit aller Beteiligten ist das Projekt trotz einiger Herausforderungen sehr gut verlaufen“.

Gemeinsam mit der Bezirksregierung, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Stadt sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) als Nutzerin hatte sich der BLB NRW für die besonders schonende Entschlammung mit einem Saugschwimmbagger entschieden. Das Verfahren schützte sowohl das empfindliche Ökosystem als auch die Gräfte selbst, die ein Bodendenkmal ist.

Zersetzungsprozess entzieht dem Wasser Sauerstoff

Die Entschlammung war notwendig geworden, da sich durch herabfallende Blätter von den Bäumen im Uferbereich auf dem Gräftenboden Ablagerungen angesammelt hatten. Der Zersetzungsprozess entzieht dem Wasser Sauerstoff – was wiederum Tiere und Pflanzen gefährdete. Der Effekt der Entschlammung soll 20 bis 30 Jahre anhalten.

Startseite
ANZEIGE