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Geplanter Katholikentag in Münster

Kein zusätzliches Geld vom Bischof

Münster

Vom Bistum wird es keine zusätzlichen Mittel für den geplanten Katholikentag in Münster geben. Das stellte jetzt ein Sprecher des Bistums klar. Der Rat hatte beschlossen, das Großereignis nicht mit einem Bargeld-Zuschuss zu unterstützen.

Klaus Baumeister

Das Domjubiläum 2014 – hier ein Konzert mit Kinderchören – wurde vielfach als „Vorbereitung“ des Katholikentages 2018 angesehen. Doch um das neuerliche Großereignis gibt es Streit. Foto: Jürgen Peperhowe

Kein Geld von der Stadt Münster, aber dafür mehr Geld vom Bistum Münster? Eine solche Strategie wird es bei der Finanzierung des Katholikentages 2018 nicht geben.

Dr. Stephan Kronenburg, Pressesprecher des Bistums Münster, wies am Dienstag entsprechende Überlegungen des Freckenhorster Kreises zurück. Der Freckenhorster Kreis ist nach eigenen Angaben eine reform-orientierte Bewegung innerhalb des Bistums Münster.

Angesichts der Entscheidung des Rates der Stadt Münster, keinen Barzuschuss für den Katholikentag zu gewähren, hatte der Freckenhorster Kreis ein höheres finanzielles Engagement des Bistums angeregt. „Das wäre besser, als weiter über die Finanzierung zu streiten“, so der Sprecher des Kreises, Pfarrer Ludger Funke aus Duisburg.

Mit einem solchen Schritt könne sich das Bistum Münster als „freundlicher Gastgeber“ präsentieren und die aktuell sehr angespannte Situation bei der Katholikentags-Planung entschärfen.

Nach Auskunft von Kronenberg ist ein solcher Schritt aber nicht geplant. Der Pressesprecher wies darauf hin, dass das Bistum bereits jetzt mit 1,5 Millionen Euro beteiligt sei und auch sonst die Veranstaltung logistisch und personell unterstütze.

Darüber hinaus sei es wichtig zu beachten, „dass ein Katholikentag keine Veranstaltung der Amtskirche“ sei. Getragen wird das alle zwei Jahre stattfindende Treffen vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Ein stärkeres finanzielles Engagement „würde den Charakter der Veranstaltung verschieben, das wollen wir nicht“.

Zunächst hatte das ZdK einen Beitrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro von der Stadt Münster erwartet. Dieser wurde von Oberbürgermeister Markus Lewe auf 1,2 Millionen Euro runtergeschraubt. Mit diesem Vorschlag fand er aber keine Mehrheit im Rat.

Nach aktueller Beschlusslage soll es Sachleistungen geben, etwa die kostenlose Überlassung städtischer Einrichtungen und Dienstleistungen. Der Wert der Sachleistungen würde bei geschätzten 600 000 Euro liegen.

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