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Blindgängerverdacht nicht bestätigt

Keine Evakuierung am Kardinal-von-Galen-Ring

Münster

Entwarnung! Nahe dem Kardinal-von-Galen-Ring haben Kampfmittel-Experten am Donnerstagmorgen (29. Juli) einen Blindgänger-Verdachtspunkt freigelegt. Gefunden wurde zwar eine Bombe, auf eine Evakuierung kann trotzdem verzichtet werden.

Von Pjer Biederstädt

Seit Donnerstagmorgen läuft die Untersuchung des Verdachtspunktes. Foto: Oliver Werner

Keine Sperrung des Rings, keine Evakuierung: Um kurz nach 12 Uhr gab Horst Schöwe grünes Licht. Der Kampfmittel-Experte der Bezirksregierung Arnsberg identifizierte den  auf dem Gelände der Caritas nahe dem Kardinal-von-Galen-Ring zwischen Vesaliusweg und Annette-Allee gefundenen Blindgänger als Zielmarkierungsbombe. "Von dieser 125-Kilo-Bombe geht keine Gefahr aus. Der Einsatz ist beendet, Sperrungen und Evakuierung sind nicht nötig", sagte Feuerwehrsprecher Jörg Rosenkranz. 

Die leuchtenden Zielmarkierungsbomben seien im Zweiten Weltkrieg als erstes abgeworfen worden, damit nachfolgende Piloten wussten, wo die zu bombardieren Ziele liegen, erklärte Rosenkranz. 

Hätte sich der Verdacht auf einen Blindgänger bestätigt, hätten 120 Anwohner ihre Häuser verlassen müssen. Zudem hätte mit dem Kardinal-von-Galen-Ring eine Hauptverkehrsachse zeitweise gesperrt werden müssen. 

Warum so viele Blindgänger in letzter Zeit?

In den vergangenen Wochen haben sich die Überprüfungen von Blindgängerverdachtspunkten gehäuft. Im Jahr 2021 wurden insgesamt acht Verdachtspunkte freigelegt, dazu kamen zwei Spontanfunde, wie zum Beispiel am Dienstag am Dahlweg. Eine Überprüfung fiel in den Januar, eine in den April, alle anderen in die vergangenen Wochen.

Die Häufung hat mit der Corona-Krise zu tun. Viele Ortstermine, bei der die Bedingungen für eine Freilegung  geprüft werden, hätten pandemiebedingt nicht stattfinden können, so Feuerwehrsprecher Jörg Rosenkranz. Jetzt würden die Beantragungen abgearbeitet, was zur Häufung führe. Aufs Jahr gesehen bewege sich die Anzahl im normalen Rahmen.

Der Evakuierungsplan zeigt den 250-Meter-Umkreis, der bei einem Blindgängerfund hätte geräumt werden müsste. Foto: Grafik: Ann-Kathrin Schriever
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