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Beschluss wird vorerst nicht realisiert

Keine Immobilie, keine Jugendberufsagentur

Münster

Eigentlich sollte in Münster – so wie in vielen Kommunen – eine Jugendberufsagentur entstehen, um Jugendliche besser auf dem Weg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen. Der Beschluss wird nun vorerst nicht umgesetzt. 

Von Karin Völker

Foto: Oliver Werner

Der Beschluss ist schon zwei Jahre alt – aber bis auf Weiteres wird sich das Vorhaben, junge Leute im Übergang zwischen Schule und Beruf bei der Orientierung wirksamer als bisher mit einer Jugendberufsagentur zu unterstützen, vorerst nicht realisieren lassen. Es mangelt schlicht an der passenden Immobilie, wie aus der Vorlage der Verwaltung deutlich wird, die gestern im Schulausschuss auf der Tagesordnung stand.

Die Partner, neben der Stadt Münster das Jobcenter und die Agentur für Arbeit, begnügen sich vorerst damit, ein Projektbüro einzurichten und eine interaktive Website freizuschalten, um hybride Veranstaltungen zur Berufsorientierung und -Beratung zu ermöglichen.

Zentrale Anlaufstelle „ohne Behördencharme“

Seit 2010 werden Jugendberufsagenturen von Bund, Ländern, der Bundesagentur für Arbeit sowie kommunalen Spitzenverbänden gefördert und sind dementsprechend in vielen größeren Kommunen realisiert.

Gesucht wurde von der Verwaltung nach einer zentral erreichbaren Immobilie – O-Ton der Vorlage „ohne Behördencharme“ – innerhalb des Rings, wo alle Beratungs- und Vermittlungsleistungen für junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren gebündelt werden sollten, und die alle in den beteiligten Behörden mit dem Thema beschäftigten rund 100 Mitarbeiter beherbergt.

Dies aber ist mit Blick auf den angespannten Immobilienmarkt derzeit nicht umsetzbar.

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