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Münster investiert nun nachhaltig

Keine Kohle mehr für die Kohle

Münster

Keine Kohle mehr für die Kohle: Ab sofort investiert die Stadt Münster ihr Geld nicht mehr in Aktien von Unternehmen, die umweltschädliche Energien erzeugen – oder deren Produkte aus ethischer Sicht umstritten sind.

Martin Kalitschke

Den Beschluss hat der Rat im vergangenen November auf Antrag von SPD und Grünen gefasst.  Foto: Oliver Werner

Damit wird ein Beschluss umgesetzt, den der Rat im vergangenen November auf Antrag von SPD und Grünen gefasst hatte.

Betroffen sind zwei Fonds, an einem ist die Stadt beteiligt, beim anderen ist sie einziger Eigentümer. Sie bestehen zu jeweils 70 Prozent aus Rentenpapieren und zu 30 Prozent aus Aktien, berichtet Franz Möller, Leiter der Stadtkasse. Insgesamt hat die Verwaltung 65 Millionen Euro in den beiden Fonds angelegt.

Nicht alle Aktien entsprachen den nun vom Rat vorgegebenen Kriterien. Sie wurden daher in den vergangenen Monaten von den Fondsgesellschaften, die sich um das Management der Einlagen kümmern, ausgetauscht. Aktien von Unternehmen, die auf Kinderarbeit setzen, militärische Produkte herstellen, Atomenergie oder andere nicht nachhaltige Energien erzeugen oder Fracking einsetzen, gebe es in den Fonds nun nicht mehr, so Möller.

Weltweit entscheiden sich immer mehr Kommunen, nicht mehr in klimaschädliche Firmen zu investieren. Nachdem sich Münster zu einem solchen Schritt entschlossen hatte, schlossen sich in jenem Fonds, an dem auch andere Kommunen beteiligt sind, die übrigen Städte den Kriterien an.

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