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Bezug zu Adrian V.

Kevin S. gesteht Missbrauch vor Gericht

Münster

Er hatte engen Kontakt zum Hauptbeschuldigten im Missbrauchskomplex Münster: Am zweiten Verhandlungstages räumte ein 35-jähriger Mann aus Heiligenhaus den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern ein. Dem Opfer bleibt damit eine Aussage vor dem Landgericht erspart.

Dirk Anger

Kevin S., hier in Begleitung seines Anwalts, legte am zweiten Verhandlungstag ein Geständnis ab. Foto: Dirk Anger

Er hielt sich zunächst bedeckt und wollte nicht reden: Doch nach der Vernehmung einiger Zeugen brach Kevin S. aus Heiligenhaus dann doch sein Schweigen. Dabei schien die Beweislage schon vor dem zweiten Verhandlungstag im Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht eindeutig zu sein.

Zum Ende des Termins am Dienstag legte der 35-jährige Angeklagte aber ein Geständnis ab. Damit erspart er seinem Opfer eine Aussage vor Gericht, weil alle Verfahrensbeteiligten im Anschluss an diese Aussage auf eine Vernehmung des Jungen verzichteten, wie Landgerichts-Pressesprecher Dr. Steffen Vahlhaus mitteilte.

Schwerer sexueller Missbrauch

Kevin S. soll den Ziehsohn des Hauptbeschuldigten im Missbrauchskomplex Münster, Adrian V., zwischen Anfang September 2019 und November 2019 in drei Fällen schwer sexuell missbraucht haben. Durch das nun erfolgte Geständnis könnte sich der Prozess deutlich verkürzen. Die Plädoyers sind nun schon am Donnerstag möglich.

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