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Sense-Box im Q.Uni-Camp montiert

Kinder messen Klimawerte

Münster

Wissenschaft hautnah: Kleine Forscher haben im Q.Uni-Camp der WWU Münster die neue Sense-Box inspiziert. Diese misst nicht nur Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern kann noch mehr.

Anna Girke

Die jungen Forscher des Q.Uni-Camps inspizierten das Innenleben der Sense-Box, Thomas Bartoschek (5.v.l.) vom Geoinformatikinstitut erklärte, wie die Messung funktioniert. Auch Stefan Schüler (LBS, 5.v.r.) und Jessica Oertel (4.v.r.), Leiterin des Camps, hörten gespannt zu. Foto: Anna Girke

Luftfeuchtigkeit, Feinstaubbelastung, UV-Strahlung: Verschiedene Klimawerte können kleine Forscherinnen und Forscher jetzt im Q.Uni-Camp im Schlossgarten kontrollieren. Dort montierte Geoinformatiker Thomas Bartoschek am Donnerstag gemeinsam mit den Kindern eine neue Sense-Box.

„Damit können Kinder das Klima spielerisch selbst erforschen“, erklärte Bartoschek, der am Institut für Geoinformatik die Box mitentwickelt hat. Das wurde direkt getan: 43 Grad in der Sonne und eine erhöhte Feinstaubbelastung aufgrund der naheliegenden Sandspielplatzes stellten die kleinen Forscher fest.

Über Funk mit dem Internet verbunden

Verbesserungsvorschläge gab es auch: „Den Meeresspiegel kontrollieren“, schlug ein Kind vor. Vulkanausbrüche waren für einen anderen kleinen Forscher messenswert. Keine Vulkane, aber über 100 weitere Sense-Boxen gibt es in Münster. „Auch Schulen, Kindergärten und Privatpersonen untersuchen damit die Klimawerte“, so Bartoschek.

Genau wie die Kinder war Sven Schüler von der LBS, einer der Sponsoren, von der Box begeistert: „Die können wir auch auf unserem Gebäude installieren“. Über Funk ist sie mit einer durch eine Solarzelle betriebenen Sense-Box mit dem Internet verbunden, auf einer Karte können alle Messergebnisse in Echtzeit eingesehen werden.

Keine Anmeldung, keine Kosten

„So wisst ihr immer, wie das Wetter im Camp ist“, erklärte Jessica Oertel, Projektleiterin des Q.Uni-Camps. Das Interesse an Wissenschaft ist dieses Jahr groß: „Schon jetzt haben fast so viele Kinder teilgenommen wie im ganzen letzten Sommer“, so Oertel.

Das Q.Uni-Camp öffnet noch bis zum 4. August, am Wochenende (27. und 28. Juli) geht es speziellen Programmen um Geologie und Architektur. Die Teilnahme daran ist ohne Anmeldung möglich und kostenfrei.

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