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30 Jahre Kinderschutzbund Münster

Lobby für Kinder seit drei Dekaden

Münster

Happy Birthday! Zum 30. Geburtstag der Fachberatungsstelle des Kinderschutzbundes Münster kamen 150 geladene Gäste zu einem Festakt ins Atlantic Hotel. Darunter waren prominente Gratulanten.

Zum Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Fachberatungsstelle des Kinderschutzbundes Münster begrüßten Geschäftsführer Torben Oberhellmann (r.) und die pädagogische Leiterin Ewa Bäumer (2.v.l.) Oberbürgermeister Markus Lewe, die Bundestagsabgeordnete Maria Klein Schmeink sowie die Landtagsabgeordnete Simone Wendland. Foto: Matthias Ahlke

Großes Fest zum runden Geburtstag: Die Fachberatungsstelle des Kinderschutzbundes Münster hat am Dienstagnachmittag ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Atlantic Hotel gefeiert. Oberbürgermeister Markus Lewe hielt ein Grußwort und würdigte die „enorm wichtige und wertvolle Arbeit“ der Fachberatungsstelle.

„Die Zukunft der Kinder liegt in den Händen von uns Erwachsenen. Wir müssen alles dafür tun, dass sie sicher und geborgen aufwachsen können“, sagte Lewe vor 150 geladenen Gästen im Engelsaal. Mit Blick auf die jüngsten Fälle von Kindesmissbrauch in Münster betonte er, wie wichtig die Zusammenarbeit zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern zwischen Stadt und Kinderschutzbund sei.

Wegweisende Arbeit im Sinne der Kinder

Neben Lewe, von dem TV-bekannten Moderator Christoph Tiemann liebevoll als „vierte inoffizielle Aasee-Kugel“ begrüßt, gehörten auch die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Grüne), die Landtagsabgeordnete Simone Wendland (CDU), Martina Huxoll von Ahn, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes, und Dieter Kaiser, langjähriger Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Münster, zu den Gästen.

Moderator Christoph Tiemann im Gespräch mit Dieter Kaiser, langjähriger Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, und Martina Huxoll von Ahn vom Bundesverband Kinderschutzbund. Foto: Matthias Ahlke

Der aktuelle Geschäftsführer Torben Oberhellmann betonte, dass die Mitarbeitenden der Fachberatungsstelle über das Maß hinaus wegweisende Arbeit im Sinne der Kinder leisteten. „Aktuelle Entwicklungen zeigen uns deutlich, dass es unsere Aufgabe als Gesellschaft ist, diesem elementaren Anspruch Rechnung zu tragen.“

Während des Festaktes stellte Ewa Bäumer, pädagogische Leiterin der Fachberatungsstelle, drei Neuerungen vor: Die Fachberatungsstelle hat einen neuen Namen. „Kinder im Mittelpunkt“ – kurz KiM – heißt die Anlaufstelle ab sofort. Des Weiteren wurden eine neue Homepage und ein Logo präsentiert.

Im Engelsaal riefen die Veranstalter kurzerhand zu einer Kniebeugen-Übung auf. Foto: Matthias Ahlke

„Treffender könnte unser neuer Name nicht sein. Es ist unser Anspruch, die Bedürfnisse von Kindern allumfassend im Blick zu haben und überall dort Hilfe anbieten zu können, wo die Unversehrtheit von Kindern in Gefahr ist“, sagte Bäumer, die außerdem auf ein akutes Problem hinwies: Ende dieses Jahres muss der Kinderschutzbund Münster seine Räumlichkeiten am Hauptbahnhof verlassen. Neue Räume seien in Münster schwer zu finden, so Bäumer. Lewe könne da doch bestimmt was machen, scherzte Tiemann.

Abgerundet wurde die festliche wie stimmungsvolle Veranstaltung von einer Lesung. Die Autorinnen Andrea Russo und Christin-Marie Below lasen aus ihrem Buch „Psst! Gute und schlechte Geheimnisse“. Das Mitlesebuch, das in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund entwickelt wurde, hilft Kindern, den Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu verstehen und toxisches Schweigen zu brechen.

Das neue Logo zum neuen Namen. Die Fachberatungsstelle heißt ab sofort KiM - „Kinder im Mittelpunkt“ Foto: Matthias Ahlke
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