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Personalmangel

Politik sieht alarmierende Situation in Kitas

Münster

Ein Träger will zugesagte Kita-Trägerschaften zurückgeben. Die Politik ist alarmiert – und setzt unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Kita-Situation in Münster spitzt sich weiter zu. In vielen Kitas fehlt Personal. Foto: Friso Gentsch/dpa

Das Deutsche Rote Kreuz will die bereits vereinbarte Trägerschaft von zwei Kitas in Münster zurückgeben – als Folge des Fachkräftemangels. Am Freitag äußerten sich politische Vertreter zu dem Thema.

Die Personalsituation im Bereich Kita und OGS sei absolut alarmierend, äußerte Doris Feldmann (SPD). Rückmeldungen von Eltern machten deutlich, dass die Eltern von erheblichen Verdienstausfällen und sogar vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht seien.

Forderung in Richtung Stadtverwaltung

Der grüne Ratsherr Leon Herbstmann nahm Bezug auf die DRK-Ankündigung: „Für die Versorgung mit Kita-Plätzen im Südosten ist es unerlässlich, dass die Kita an der Hiltruper Straße wie geplant im November 2024 in Betrieb geht. Die Stadtverwaltung muss dazu notfalls die Trägersuche neu starten.“

Von Volt kommt der Vorschlag, bestehendes Personal umzuverteilen, um zumindest eine Mindestbetreuungszeit stadtweit gewährleisten zu können.

Für die CDU verwies Carmen Grefrath auf einen Sieben-Punkte-Plan der Fraktion. Der entsprechende Antrag werde am kommenden Donnerstag im Ausschuss eingebracht. FDP-Politikerin Kathrin Bohm erklärte, wenn Träger überlegen würden, Trägerschaften zurückzugeben, sei das ein weiteres alarmierendes Signal. „Vielleicht sollten Politik und Verwaltung dies zum Anlass nehmen, innezuhalten, um zu überlegen, ob nicht weitere Trägervergaben sowie Kita-Bauvorhaben gestoppt werden.“

Linken-Politiker Ulrich Thoden äußerte, der Mangel an Fachkräften sei Ausdruck der mangelnden Wertschätzung für den Erzieherberuf.

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