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Grüne holen Direktmandat in Münster deutlicher als erwartet

Klein-Schmeink liegt im Triell vorne

Münster

Die Umfragen hatten einen spannenden Dreikampf um das Direktmandat im Wahlkreis Münster vorausgesagt. Doch es scheint, als würde das Ergebnis deutlich werden: Maria Klein-Schmeink (Grüne) liegt vorne.

Von Dirk Anger

Die grüne Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink (r.) gewinnt erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Münster. Sie ist seit 2009 im Bundestag. Foto: Oliver Werner

Zur besten Tagesschau-Zeit schallen „Maria“-Rufe durch die Eingangshalle des münsterischen Rathauses. Da liegt die grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink nach mehr als der Hälfte aller ausgezählten Wahlbezirke mit gut 31 Prozent der Stimmen bereits deutlich vorne.

Im mit Spannung erwarteten Dreikampf um das Direktmandat in der Domstadt kann die 63-Jährige ihre namhaften Mitbewerber an diesem Abend schon früh auf Abstand halten – auch wenn die Ergebnisse erst langsam eintrudeln und nicht zuletzt die hohe Zahl an Briefwahlstimmen Spannung verspricht. Umfragen und Beobachter hatten indes bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der erfahrenen Gesundheitspolitikerin und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Nacke erwartet.

„Münster ist eine grüne Hochburg“

Münster sei eine grüne Hochburg, betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende – umgeben von strahlenden Gesichtern ihrer Parteifreundinnen und - freunde. Für Münsters Grüne entwickelt sich der Abend anders als im Bund zu einem äußerst erfolgreichen. Denn auch bei den Zweitstimmen liegen sie in der Domstadt vorne. „Die Wählerinnen und Wähler nehmen den Klimawandel ausgesprochen ernst“, freut sich die Siegerin im Wahlbezirk 129.

Ernüchternde Stimmung herrscht unterdessen in Reihen der CDU. In einem engagierten Haustür-Wahlkampf wollte sich Stefan Nacke das Bundestagsmandat holen. Das misslingt. Auch beim Zweitstimmen-Ergebnis in Münster liegen die Christdemokraten zurück – knapp hinter der SPD und deutlich hinter den feiernden Grünen. Ein wenig Hoffnung darf Nacke noch darauf setzen, dass eventuell sein Platz 18 auf der Landesliste doch ziehen könnte.

Schulze ist sicher im Bundestag

Die im Wahlkreis unterlegene SPD-Bewerberin Svenja Schulze hat indes gut lachen: Wahlsieg im Bund und auf Platz zwei der Landesliste sicher im Bundestag. Am Montag um kurz nach sieben Uhr nimmt die Bundesumweltministerin den Zug nach Berlin. Sehr zufrieden – auch ohne Direktmandat.

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