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„Fridays for Future“ diskutiert aktuelle Themen

„Klimaschutz ist in der Stadtgesellschaft angekommen“

Münster

Seit einem Jahr gibt es „Fridays for Future“ auch in Münster. Am Dienstagabend diskutierten die Aktivisten im Schloss darüber, wie es mit der Klimaschutz-Bewegung in Zukunft weitergehen sollte.

Teresa Walter

Jörg Rostek (Foto) und Swinda Langenstraß moderierten die Info-Veranstaltung der FFF-Ortsgruppe im Schloss. Foto: Teresa Walter

Sie kämpfen für die Zukunft. Aber wie sie ihre Ziele zukünftig erreichen wollen, wissen sie noch nicht. Deshalb hatte die Fridays-for-Future-Ortsgruppe Münster (FFF Münster) am Dienstag zu einer öffentlichen Diskussion ins Schloss eingeladen. „Ein Jahr Fridays for Future – was geschah und was noch kommt“ hieß die Veranstaltung, an der rund 70 Interessierte aus allen Altersgruppen teilnahmen.

Neun Großdemos im vergangenen Jahr, davon eine im September, die mit mehr als 20 000 Teilnehmern als bisher größte Demonstration in die münsterischen Stadtgeschichte eingegangen ist: Der Beschluss der Stadt aus dem Dezember, bis 2030 möglichst klimaneutral zu sein, stimmt die Bewegung nicht zufrieden: „Gefühlt hat die Politik unserem Vorschlag zugestimmt und es dann vergessen“, ruft Swinda Langenstraß, Mitglied des Organisationsteams in die Runde. Jörg Rostek, ebenfalls Mitglied des Teams, hebt hervor: „Wir müssen Methoden finden, um sicherzustellen, dass das, was die Politik versprochen hat, auch eingehalten wird.“ Aus dem Plenum ist zu hören: „Wir wollen mehr Druck machen.“

Verkehrsfreie Innenstadt, CO-neutraler Nahverkehr – an diesem Abend werden viele Ideen für noch mehr Klimaschutz diskutiert. Bei der Umsetzung scheiden sich allerdings die Geister. Favorisiert wird ein Bürgerbegehren in den Bereichen Verkehr oder Energie. Zeitpunkt und genaue Fragestellung seien zwar noch offen, doch könne die Zeit rund um die Kommunalwahlen im September in den Blick genommen werden, regt Rostek an.

Der Termin für die nächste Demonstration steht schon an: Am Freitag (24. April) will FFF Münster wieder für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Zur Frage, wie mit Kritikern der Bewegung auch in Münster umgegangen werden soll, will das Organisationsteam einen Vorschlag erarbeiten. Nur eines steht nach Einschätzung der Ortsgruppe wohl fest: Fridays-for-Future Münster hat als Teil der weltweiten Bewegung „Fridays-for-Future“ das Thema Klimaschutz mitten in die Stadtgesellschaft gebracht.

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