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Mathematik-Landeswettbewerb

Kniffliges für Rechen-Spezialisten

Münster

100 Kinder nahmen am Samstag an der dritten Runde des landesweiten Mathematik-Wettbewerbes für Grundschüler teil. Die Aufgaben waren ziemlich knifflig.

Klaus Möllers

Konzentriert arbeitet hier Ben Altevolmer an seinen Aufgaben. Eine Lehrerin schaut, wie es bei den Kindern läuft. Foto: klm

Gar nicht so einfach – selbst, wenn jemand zwar schon erwachsen ist, aber in Mathematik nicht mehr so geübt. Etwa: „Ella schreibt die Seitenzahlen ihres Mathematiklehrbuches hintereinander weg, also: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12. . . Das Buch hat 98 Seiten. Welches ist die 60. Ziffer?“

Da muss überlegt werden. Genau 100 Kinder aus Münster haben sich am Samstag mit dieser und weiteren Aufgaben befasst – in der dritten Runde des landesweiten Mathematik-Wettbewerbes für Grundschüler in der Pötterhoekschule.

„Ziel ist es, Freude und Interesse am Fach Mathematik zu wecken und interessierte und begabte Schüler zu finden und zu fördern“, sagte Thomas Starke. Der Lehrer der Pleisterschule ist seit Beginn des Wettbewerbs des Ministeriums für Schule und Bildung 1998 Regionalkoordinator für Münster.

Anfangs waren 39 Schulen dabei

Im Herbst beteiligten sich laut Starke 39 Grundschulen aus der Stadt mit 1178 Mädchen und Jungen an der ersten Runde, landesweit waren es rund 25 000. „Es werden nicht die Besten ausgewählt. Jedes Kind kommt weiter, wenn es die erforderliche Punktzahl schafft“, so Starke. Aus der Stadt erreichten 189 Mädchen und Jungen die zweite Runde im Februar. NRW-weit waren noch etwa 3000 Kinder dabei.

„Man sieht, dass die Zahl derer, die es weiter geschafft haben, dann nicht mehr so stark sinkt, weil schon die sehr guten Schüler übrig bleiben“, erklärte der Pädagoge. Am Samstag waren es in Münster noch 100 junge Teilnehmer von 24 Schulen. Landesweit lag die Zahl bei rund 1500.

Mädchen und Jungen, so schilderte es Starke, der zum Kompetenzteam für Mathematik für Grundschulen in Münster gehört, seien anteilig gleich stark vertreten. „Das war auch in den letzten Jahren so – wenn man etwa auf die Gewinner schaut.“

90 Minuten Zeit für die Lösungen

Am Morgen trafen sich die Kinder mit jeweils einer Lehrkraft ihrer Schule auf dem Pausenhof der Pötterhoekschule. Eine Begrüßung im Foyer fand wegen der Corona-Auflagen nicht statt. Die Kinder wurden in Gruppen direkt in die Räume geführt. Dann wurden die Aufgabenzettel verteilt, und es wurde still. 90 Minuten waren für die Lösungen maximal möglich.

Die anfängliche Aufgabe übrigens wurde in der Fortsetzung schwieriger: „Es gibt vier aufeinanderfolgende Ziffern, die in dieser Reihenfolge eine durch sechs teilbare Zahle bilden. Schreibe die Ziffernfolge auf“, so eine Unteraufgabe. Andere Fragestellungen hatten Kreuzzahlenrätsel, das Kanten-Modell eines Würfels und Berechnungen einer Zahlenpyramide zum Inhalt.

Nach der Vor-Korrektur durch die Lehrer werden die Ergebnisse im Ministerium verglichen und im Mai die Landessieger bestimmt.

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