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Kommentar

Bahnprojekt in Münster-Ost: Augen zu und durch 

Münster

Die Bahnübergänge in Sudmühle und Mariendorf sollen bis 2031 verschwinden und durch einen Neubau mit Brücke oder Unterführung ersetzt werden. Ein Kommentar.

Der beschrankte Bahnübergang in Sudmühle soll verschwinden. Foto: Deutsche Bahn

Die Argumente sind gut. Ein 740-Meter-Zug ersetzt 52 Lkw, Personenzüge kommen künftig schneller durch und die beiden unsäglichen beschrankten Übergänge in Mariendorf und Sudmühle sind bald Geschichte. Kein ständiges Warten, keine stehenden Abgase mehr. Doch zuvor müssen für das ambitionierte Bauprojekt der Bahn in Münster-Ost ein paar Kröten geschluckt werden.

Autofahrer können nur hoffen, dass vor Beginn der Bauarbeiten die Umgehungsstraße fertig ist. Anwohner können nur hoffen, dass ihnen eine monströse Baustelle direkt im Vorgarten erspart bleibt. Naturfreunde können nur hoffen, dass keine Bäume abgeholzt und keine Flächen versiegelt werden. Und die geplagten Mariendorfer können nur hoffen, dass ihr Zwei-Straßen-Stadtteil nicht schon wieder alles ausbaden muss. Für die meisten Betroffenen gilt: Augen zu und durch.

Unterm Strich: Vieles hängt davon ab, wie zügig die Bahn arbeitet. Und wie glaubwürdig und gesprächig sie mit den Anliegern umgeht. Angesichts jahrelanger Vorplanung hätte sich über das grundsätzliche Vorhaben schon längst mal öffentlich reden lassen.

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