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Schnelles Internet

Kosten für Glasfaserausbau steigen auf 49,5 Millionen Euro

Münster

33 Millionen Euro waren geplant, 49,5 Millionen Euro stehen jetzt im Raum. Die Beseitigung der „Weißen Flecken“ bei der Glasfaserversorgung in Münster verteuert sich deutlich. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Von Klaus Baumeister

Die zukunftsträchtige Glasfasertechnologie, Voraussetzung für schnelles Internet, gibt es nicht zum Nulltarif. Die Beseitigung der „Weißen Flecken“ in Münster kostet mehr als zunächst geplant. Foto: Oliver Werner

Die für die kommenden Monate vorgesehene Beseitigung der „weißen Flecken“ beim Glasfaserausbau in Münster wird deutlich teurer. Über dieses Programm sollen bis 2023 rund 2000 Wohnadressen im Außenbereich sowie rund 100 Gewerbeadressen erschlossen werden.

Lagen die kalkulierten Kosten bislang bei rund 33 Millionen Euro, so sind es nach aktuellen Berechnungen 49,5 Millionen Euro. Das geht aus einem Beschlusspapier der Stadtverwaltung hervor. Der Rat soll darüber in seiner Septembersitzung entscheiden. Die Maßnahmen zur besseren Glasfaserversorgung in den abgelegenen Teilen des Stadtgebietes werden in hohem Maße durch Fördergelder von Bund und Land finanziert. Gleichwohl steigt der Eigenanteil, der aus der Stadtkasse kommt, bis 2025 von 3,3 Millionen auf 4,9 Millionen Euro.

Bund verlangt „Reservekapazitäten“

Als Grund für die deutliche Verteuerung der anstehenden Baumaßnahmen werden in dem Ratspapier deutlich angehobene technische Standards genannt.

Sie werden vom Bund vorgegeben, der nicht nur das meiste Geld gibt, sondern auch die Standards formuliert. Unter anderem verlangt der Bund, dass bei der „passiven Infrastruktur“, sprich den Leerrohren, „mehr Reservekapazitäten“ für einen späteren Ausbau vorgehalten werden.

Aktuelle Lieferengpässe sowie das Problem, ausreichend Tiefbauunternehmen für das Abarbeiten der Aufträge zu finden, sorgen überdies dafür, dass der ursprünglich für März 2023 vorgesehene Abschluss des Programmes auf Ende 2024 verschoben werden muss.

Mehrere Glasfaser-Ausbauprogramme

Verantwortlich für die Ausbauplanung zur Beseitigung der „weißen Flecken“ sind die Stadtwerke Münster. Dieses Programm, das zu 90 Prozent über Steuermitteln von Bund und Land finanziert ist, ist nicht zu verwechseln mit dem sonstigen Glasfaser-Ausbauprogramm, das die Stadtwerke gemeinsam mit der Telekom in Münster aufgelegt haben.

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