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Pilotprojekt

Kostenlose Tampons und andere Hygieneartikel

Münster

In Schulen, Jugendzentren und sozialen Einrichtungen sollen Spender mit Binden, Tampons und anderen Hygieneartikeln installiert werden. Für dieses Pilotprojekt hat die Stadtverwaltung finanzielle Mittel bereitgestellt.

In vielen Städten gibt es bereits Pilotprojekte, bei denen Hygieneartikel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Foto: dpa

Münster erprobt, was andere NRW-Städte bereits planen oder schon beschlossen haben: Die kostenfreie Abgabe von Hygieneartikeln in Schulen, Jugendzentren oder sozialen Einrichtungen. Auf Initiative des Ratsbündnisses aus Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Volt hatten Gleichstellungsausschuss und Rat die Stadtverwaltung beauftragt, Mittel für das Pilotprojekt zur Verfügung zu stellen. Realisiert wird es unter Federführung des Amtes für Gleichstellung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Geld soll dafür genutzt werden, um in diesem Jahr an verschiedenen Standorten Spender mit Binden und Tampons zu installieren. Auch der Jugendrat bereitet einen Antrag an den Stadtrat vor, um die kostenfreie Bereitstellung von Hygieneartikeln in Münster zu etablieren.

Jugendtreffpunkte und soziale Anlaufstellen

Die Piloteinrichtungen, darunter Jugendtreffpunkte wie das Jugendinformations- und -bildungszentrum (Jib) im Gleis 22 und soziale Anlaufstellen wie das Gertrudenhaus als Übernachtungsstelle für wohnungslose Frauen, haben das Angebot einhellig befürwortet. An Schulen verschiedener Schulformen gab es bereits mehrere Initiativen aus dem Kreis der Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, Spender für Hygieneartikel anzuschaffen. Deshalb wurde das Pilotprojekt auch dort sehr begrüßt.

Kostenlose Hygieneartikel: Eine positive Zwischenbilanz ziehen Mitglieder des Jugendrates, gleichstellungspolitische Sprecherinnen und Sprecher der Ratsfraktionen und das Amt für Gleichstellung vor dem Pilotstandort Jib/Gleis 22. Foto: Stadt Münster/Möller

In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung will die Verwaltung über den bisherigen Projektverlauf berichten. Auf dieser Grundlage könne die Politik entscheiden, ob und wie das Angebot weitergeführt werden soll.

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