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Energie-Krise

Krisenstab beschließt weitere Maßnahmen 

Münster

Um den Energieverbrauch zu senken, hat der Krisenstab der Stadt Münster weitere Maßnahmen beschlossen. So wird zum Beispiel in städtischen Gebäuden die Warmwasseraufbereitung zum Händewaschen eingestellt. 

Ab sofort ist in städtischen Gebäuden das Händewaschen unter warmem Wasser nicht mehr möglich.  Foto: Christin Klose/dpa-tmn (Symbolbild)

Der Krisenstab der Stadt Münster hat weitere Maßnahmen beschlossen, um den Energieverbrauch in der Stadtverwaltung zu senken. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt, wird die Stadtverwaltung zwischen Weihnachten und Neujahr, vom 24.12.2022 bis einschließlich 1.1.2023, geschlossen bleiben.

In einigen Servicebereichen wird es Notdienstangebote geben. Ziel dieser Maßnahme ist es, in der Zeit zwischen den Jahren die Beheizung möglichst kompletter städtischer Gebäude deutlich abzusenken. Zudem wird umgehend in allen städtischen Gebäuden – soweit vorhanden - die dezentrale Warmwasseraufbereitung zum Händewaschen per Durchlauferhitzer, Boiler etc. eingestellt; ausgenommen sind die Kitas.

Keine Änderung bei nächtlichen Ampelschaltungen

Zudem werden die städtischen Sporthallen in der Heizperiode nur noch mit maximal 17 Grad Celsius temperiert. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer: „Diese zusätzlichen Maßnahmen sind angesichts der schwierigen Energieversorgungslage und der daraus folgenden Notwendigkeit der Energieeinsparung angemessen. Wir behalten uns Anpassungen und weitere Maßnahmen vor, um die von der Bundesregierung vorgegebenen Energiesparziele zur Abwendung einer akuten Energiekrise im kommenden Winter zu erreichen.“

Der Krisenstab hat darüber hinaus heute festgelegt, die nächtlichen Ampelschaltungen im Stadtgebiet aus Gründen der verkehrlichen Sicherheit nicht zu reduzieren. Ferner werden die städtischen Kitas grundsätzlich von Energiesparmaßnahmen ausgenommen.

Verbot zum Betrieb von Heizlüftern

In der vergangenen Sitzung hatte der Krisenstab bereits beschlossen, dass die Büroräume der Stadtverwaltung in der kommenden Heizperiode vorbehaltlich anderslautender rechtlicher Regelungen nur noch bis 19 Grad aufgeheizt werden sollen, Treppenhäuser und sonstige Nicht-Aufenthaltsbereiche auf maximal 12 bis 14 Grad. Die Heizperiode soll in städtischen Gebäuden und Sportstätten erst am 17. Oktober beginnen, also sechs Wochen später als bislang üblich.

Das ohnehin schon bestehende Verbot zum Betrieb von Heizlüftern in städtischen Gebäuden bleibt selbstverständlich bestehen. In allen städtischen Hallenbädern wird die Wassertemperatur umgehend um zwei auf in der Regel 26 Grad abgesenkt werden, wobei Attraktionsbereiche wie das hochtemperierte Solebad im Hallenbad Ost vorerst nicht mehr angeboten werden. Im Freibad Coburg wird auf die Beheizung mit Fernwärme verzichtet.

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