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Corona-Pandemie

Krisenstabschef: Noch keine Trendwende in Münster

Münster

Endlich mal eine gute Nachricht in Sachen Corona: Die Zahl der infizierten Patienten sinkt. 15 Neuinfektionen waren es am Samstag. Doch Krisenstabschef Heuer sieht noch keine Trendwende.

Ralf Repöhler

Wolfgang Heuer, Leiter des Krisenstabs Foto: kal

Die Zahl der an dem Coronavirus infizierten Patienten sinkt in Münster, ist aber weiterhin auf einem hohen Niveau. „Am Samstag hatten wir mit 15 Neuinfizierten zwar die geringste Zahl seit mehreren Wochen, das ist aber noch nicht die Trendwende“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Die seit knapp zwei Wochen geltenden Maßnahmen des Teil-Lockdowns zeigten bisher noch nicht die erhofft starke Wirkung.

„Das war so schnell auch nicht zu erwarten“, so Heuer. In den kommenden zwei Wochen müsse allerdings eine eindeutige Tendenz erkennbar sein, sonst müsse grundsätzlich die Frage nach der Wirksamkeit des November-Paketes gestellt werden. 40 Corona-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon inzwischen 22 auf Intensivstationen (plus zwei), 18 müssen beatmet werden.

Grundsätzlich große Akzeptanz für Maßnahmen

Die Entwicklung in den Krankenhäusern müsse laut Heuer in den Vordergrund gerückt werden. Er setzt sich für staatliche Finanzierungsgarantien wie im Frühjahr ein, damit die richtigen internen Weichenstellungen in den Kliniken erfolgten. „Auch die Krankenhäuser in Münster brauchen vorübergehend mehr Bewegungsspielraum, um die erforderlichen Entscheidungen in Sachen Regelbetrieb treffen zu können“, sagt Heuer.

Die Akzeptanz für die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung, wie die Maskenpflicht, sei bei den Münsteranern grundsätzlich groß. „Das sollte hoch geschätzt werden und ist unser eigentliches Pfund in der Pandemiebekämpfung“, so Heuer.

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