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Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster

Kritik an „jahrzehntelanger verkehrspolitischer Fehlplanung“

Münster

„Das Ergebnis jahrzehntelangen verkehrspolitischer Fehlplanung seitens Behörden und Politik erstickt den Lebensraum Stadt.“ Mit dieser These kritisiert die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster, dass Gehwege, Kurven, abgesenkte Bordsteine und Rettungswege zum Parken von Pkw genutzt und Gehwege – gerade in den Innenstadtquartieren – von Fahrrädern zugestellt werden.

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Gehwege werden oft von Pkw zugeparkt. Foto: IG Fahrradstadt Münster

Hinzu komme, dass diese Praktiken flächendeckend nicht geahndet werden, so die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Münster. Zur Behebung schlägt sie unter anderem ein umfassendes Parkraummanagement vor.

Die IG ist nach eigenen Angaben eine offene Gruppe, die sich überparteilich und unabhängig für besseren Radverkehr einsetzt – für weniger Stau und Lärm und damit für bessere Luft. Sie rät, alle Pkw-Stellplätze im öffentlichen Raum müssten kostenpflichtig werden, und sie wünscht sich ein verkehrsmittelübergreifendes Parkraumkonzept – wer darf wo und wann parken? Dies betreffe nach dem Pkw in erster Linie das Fahrrad, gerade in der Fahrradstadt Münster, heißt es in einer Pressemitteilung der IG.

„Ein bedarfsgerechter Ausbau von Fahrradstellplätzen, nicht nur in der Innenstadt, sondern besonders auch in den Quartieren, ist die einzige Möglichkeit die wachsende Menge an Fahrrädern in den Griff zu bekommen“, sagt Simon Chrobak von der IG. Ein höherer Radverkehrsanteil sei politisch schließlich gewollt. Das Bedürfnis des Einzelnen, sein Auto oder Fahrrad abzustellen, dürfe nicht das Problem von Fußgängern, Kindern, Senioren und Menschen mit Behinderung sein.

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