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Pumpenhaus Münster

Adam-Riese-Show mit Prominenten wie der fußballbegeisterten Shary Reeves

Münster

Shary Reeves beantwortete auf humorige Weise eine Frage, die in diesen Tagen virulent erscheint: Was soll man sagen, wenn man als Geschwister-Quartett mit dunkler Haut ein urbayerisches Hofbräuhaus betritt und sämtlichen Bajuwaren die Münder offenstehen? Ihr Bruder machte es seinerzeit vor, als er ganz lässig in den Raum fragte: „Habt ihr Schweinshaxe?“

Arndt Zinkant

Das Promi-Trio (v.l.) Reeves, Kramp und Münnig sang bei Adam Riese „Nachtgeister zieh’n vorbei“ – „Yippiaiay Yippiaiho“ inklusive. Foto: Michael Luks

Shary Reeves ist Moderatorin, Musikerin, Schauspielerin und – Fußballerin. Sie talkte bei Adam Riese am Sonntag auf dem Sofa, und für das ganze Pumpenhaus galt auf amüsante Weise das Motto ihrer Kindersendung: „Wissen macht Ah!“: Die moderiert Reeves nun im 15. Jahr mit ihrem Kollegen Ralph Caspers. „Ihr habt ganz viel Ähnlichkeit“, bescheinigte sie Moderator Riese im Gespräch. Der musste die tollen Anekdoten und Erinnerungen nicht lange abfragen. Shary Reeves erzählte von ihrer Geschwister-Band „4 Reeves“, die 1994 mit der Herren-Nationalmannschaft einen Song einstudierte (härteste, untalentierteste Nuss: Lothar Matthäus). Die Sportbegeisterte (Autobiografie: „Ich bin nicht farbig“) schilderte auch ihre Fußballkarriere, welche Reeves bis in die erste Bundesliga führte. Aller Widerstand der Mutter gegen Mädchen- und Frauenfußball half nichts.

Owald „Ossi“ Münnig ist Münster-Urgestein – wie Riese selbst, der für die Leinwand wieder göttliches Film- und Fotomaterial ausgegraben hatte. Natürlich die legendäre Schlager-Punkband „Die fidelen Schwager“, zu denen sich Riese, Münnig und der sonst so kultivierte Götz Alsmann zwecks Verballhornung geschmacklosen Liedguts formiert hatten. Ach ja, die Achtziger . . .

Da wurde Münnig Schlagzeuger als „Sunny Domestozs“ in der gleichnamigen Psychobilly-Band. Überdies war er mit der Agentur „Moskito“ auch der erste Tourmanager von Helge Schneider. Und wie er mit kerniger Kehle und Markus Paßlicks „Original Pumpernickeln“ Nancy Sinatra intonierte – klasse.

Der dritte Talkgast, Ralf Kramp, hat sich dem Krimi verschrieben. Er gehört mit seinen „Eifel-Krimis“ um Ermittler Herbie Feldmann zu den Begründern der Regionalkrimis und unterhält mit seiner Frau Monika das „Kriminalhaus“ in Hillesheim, in dem sich das Deutsche Krimi-Archiv mit rund 30.000 Bänden befindet. Kramp ist ein Multitalent, kann Schelmengedicht und Karikatur-Zeichnen (was im Gespräch nicht vorkam). Münster verdankt ihm den Sammelband „Mörderisches Münsterland“. Darin findet man Kurzkrimis von Autoren wie Sandra Lüpkes oder Jürgen Kehrer, aber ebenfalls eine Geschichte von Adam Riese. Der talkte witzig wie eh und je und gab dazu die aktuellen Hochrechnungen der OB-Wahl durch. Was will man mehr?

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