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Golo Berg präsentiert erste Saison nach dem Intendantenwechsel

Am Anfang steht die „Jazz Symphony“

Münster

Enge Repertoiregrenzen überwinden: Das gelingt dem Sinfonieorchester Münster spielend. So wird es auch in der kommenden Saison sein – mit einigen prominenten Gästen.

Von Harald Suerland

Generalmusikdirektor Golo Berg bei der Präsentation des Saisonprogramms Foto: Gunnar A. Pier

Golo Berg spricht von den großen Kompositionen des sinfonischen Repertoires wie von Museumsstücken: „Wir müssen die Werke der Klassik und Romantik immer wieder aus der Vitrine holen und neu beleuchten“, sagt Münsters Generalmusikdirektor bei der Präsentation des nächsten Saisonprogramms. „Das gelingt besser, wenn wir sie mit Klängen des Hier und Jetzt und mit modernen Stücken konterkarieren.“ Deshalb wirbt er sogleich emphatisch für das erste Sinfoniekonzert Anfang Oktober im Großen Haus, das nicht mit populären Namen daherkommt – aber mit hörenswerten Stücken. Nach der „Jazz Symphony“ von George Antheil erklingt ein Schlagzeugkonzert von Peter Eötvös („Angels in America“), das Berg als „unterhaltsam“ charakterisiert. Und als Hauptwerk des Abends die erste Sinfonie von Florence Price – der ersten schwarzen Frau, deren Musik von einem großen amerikanischen Orchester aufgeführt wurde. Berg schwärmt von dem Stück und unterstreicht damit auch seine Feststellung, dass sich die Erwartungshaltung an das Programm eines Orchester ändert.

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