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Faszinierendes Auftragswerk des Theaters Münster: Thorsten Schmid-Kapfenburgs Oper „Galen“

Aufrechter Kirchenmann im Zwiespalt

Münster

Bischof von Galen, die zentrale Figur in der jetzt uraufgeführten Oper von Thorsten Schmid-Kapfenburg, ist ein Kirchenmann, der über sich und seine nationalkonservative und obrigkeitshörige Grundeinstellung hinauswächst. Er setzt sich ein für das Leben der Schwächsten und Kranken und riskiert dabei gegen den NS-Totalitarismus seine eigene Existenz. Eine eindrückliche Uraufführung wurde in Münster stürmisch begrüßt.

Von Chr. Schulte im Walde

Jasmin (Kathrin Filip) befragt den Bischof (Gregor Dalal) vor den Bildern des zerstörten Münster. Foto: Oliver Berg

Ein Widerstandskämpfer war er ganz sicher nicht. Aber jemand, der seine Stimme erhob, als die Deutschen dem Nationalsozialismus zujubelten und die Führer-Mannschaft begann, „unwertes Leben“ zu vernichten. Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, steigt im Sommer 1941 dreimal auf die Kanzel: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“, ruft er. Und: „Bleibt wie der Amboss stark und fest bei allen Schlägen!“

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