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Das Wolfgang-Borchert-Theater und sein Namensgeber

„Ein Vorbild und Inspirator“

Münster

Am 20. Mai vor 100 Jahren wurde Wolfgang Borchert geboren. Das Theater in Münster, das nach ihm benannt ist, weiß sich dem Dichter verpflichtet.

Harald Suerland

Meinhard Zanger Foto: pd

„Hätten wir schon in der vergangenen Woche unsere Premiere herausbringen können, dann hätten wir heute eine Lesung mit Borchert-Texten veranstaltet“, sagt Meinhard Zanger, der Intendant des Wolfgang-Borchert-Theaters in Münster. Denn auch ohne Borcherts berühmtes Stück im derzeitigen Repertoire – weil nach der letzten Inszenierung durch das Theater Münster erst wenige Jahre verstrichen sind – weiß sich das Haus am Hafen seinem Namensgeber verpflichtet. „Wolfgang Borchert war ja auch Schauspieler“, erklärt Zanger, „und seine Haltung inspiriert uns für die Spielplangestaltung: Denken Sie an Stücke wie ,Ghetto‘ oder auch ,Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran‘, das heute Premiere hat und durch die Situation im Nahen Osten zusätzliche Aktualität bekommt.“ Zanger selbst hat Beckmann, die Hauptfigur in Borcherts „Draußen vor der Tür“, schon in Recklinghausen bei den Ruhrfestspielen verkörpert.

Durch die besondere Situation in Münster ist das Borchert-Theater heute das erste Haus in Nordrhein-Westfalen, das öffnen kann – andere folgen morgen. Die fünf Vorstellungen des „Monsieur Ibrahim“ sind mit jeweils 48 Plätzen ausverkauft, und Zanger hofft, die Spielzeit nach dem Neustart auch ins Ziel bringen zu können. Mit „Heilig Abend“ und „Frauensache“ stehen noch zwei Premieren auf dem Plan.

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