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Büchners Klassiker „Woyzeck“ feiert im Borchert-Theater Münster Premiere

Eine Gesellschaft auf schwankenden Planken

Münster

Georg Büchner (1813-1837) tat das, was auch moderne Theatermacher gern tun: Er stellte die Systemfrage. Zumal in seinem Dramenfragment „Woyzeck“. Tanja Weidners Bühnen-Fassung, die am Donnerstag erfolgreiche Premiere feierte, macht hier keine Ausnahme. Hinter allem steht die Frage: „Was ist der Mensch?“

Von Arndt Zinkant

Auf verlorenem Posten: Woyzeck (Erika Jell) balanciert hier zwischen dem bösen Hauptmann (Florian Bender, r.) und dem sinistren Arzt (Jürgen Lorenzen). Foto: Klaus Lefebvre

„Was ist der Mensch?“ – so fragt es in großen Lettern über der Bühne. Georg Büchner stellte in seinem legendären Dramenfragment „Woyzeck“ 1836 nicht nur die Frage nach der Conditio humana. Er tat auch das, was moderne Theatermacher gern tun: Er stellte die Systemfrage. Tanja Weidners Bühnen-Fassung, die am Donnerstag erfolgreiche Premiere feierte, machte hier keine Ausnahme. Das Ensemble zeigte eine Handvoll zerzauster Figuren, die sogar in der grausigen Misshandlung des Protagonisten noch verloren wirkten. In einer Inszenierung, die auf moderne Art grell und düster zugleich erschien.

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