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Das Boulevard Münster schreibt ihre Erfolgskomödie fort: „Landeier II“ hat Premiere

Es wimmelt von Frauen in Gimbte

Münster

Vor zwei Jahren hatte die Komödie „Landeier“ im Boulevard Münster Premiere. Die von westfälischem Humor durchtränkte Abwandlung von „Bauer sucht Frau“ erntete seinerzeit viel Beifall. Nun sind die „Landeier“ zurück – mit neuen Problemen und wieder außergewöhnlichen Lösungen. Mit neuen Problemen und

Von Petra Noppeney

In der Gimbter Kneipe herrscht bei „Landeier II“ kein Frauenmangel. Foto: Boulevard Münster

„Eine deftige Lach-Mahlzeit – wie ein westfälischer Schinken mit Schluck und Bier“: So schrieb der Rezensent unserer Zeitung im Dezember 2019, als die „Landeier“ erstmalig im Boulevard Münster vorstellig wurden. Nun sind Jan und Jens Jensen zurück – von ihrer langen Reise einerseits, auf den Bühnenbrettern des Theaters in der Königspassage andererseits. „Landeier II“, erneut aus der Feder von Frederik Holtkamp, schreibt von Freitag (10. Dezember) an die Geschichte der beiden Brüder aus Gimbte fort, die im zweiten Teil des heiteren Schwanks wieder ungewöhnliche Wege gehen müssen.

Warben Jan und Jens vor zwei Jahren in „Bauer sucht Frau“-Manier noch für sich, um die Damenwelt von ihren Vorzügen zu überzeugen, so müssen die beiden gestandenen Kerle diesmal in Frauenkleider schlüpfen, wie Theaterprinzipalin Angelika Ober verrät. Das ergibt sich aus der Fortschreibung der launigen Geschichte, die laut Ober auch „selbstständig für sich“ stehen kann.

Stefan Nászay und Marc Zabinski spielen wieder Jan und Jens, die zuletzt durch die Welt gereist sind, um die Adressatinnen der Zuschriften nach ihrer Internet-Performance persönlich aufzusuchen. Doch die Brautschau scheiterte an Details. „Wer kann schon Suaheli sprechen?“, wie Jan sagt.

Nun, wieder daheim in Gimbte, drücken die Kosten des zwischenzeitlich nicht bewirtschafteten Bauernhofes. Wie gut, dass Gertrud (Ober) und ihr Partner, Kneipenwirt Heiner, Rat wissen: Die Landfrauen suchen die beste Tänzerin. Wer den Wettbewerb gewinnt, auf den wartet ein nettes Sümmchen – gerade so viel, wie Jan und Jens nach ihrer Auszeit fehlt. Es müssten aus ihnen nur über Nacht zwei schmucke Frauen werden, die tanzen können...

Roland Heitz führt wieder Regie bei „Landeier II“, auch Elke Obers Kneipen-Bühnenbild mit westfälischer Anmutung erlebt eine Renaissance. „Es geht im Stück darum, wie die zwei sich anstellen. Und wie sie tanzen“, sagt Ober, die von der Zugkraft der Produktion überzeugt ist – und sie deshalb auch für die Weihnachtstage und Silvester ins Programm aufgenommen hat. Am Ersten und Zweiten Weihnachtstag gibt es jeweils um 18.30 Uhr eine Vorstellung, an Silvester sogar zwei um 17 und um 20 Uhr. Im Kartenkauf enthalten ist dann ein Lunchpaket und ein Sektgutschein.

Dass die Zuschauer auf das traditionelle „Dinner for One“ in diesem Jahr verzichten müssen, ist der Corona-Situation geschuldet. „Wir liegen zurzeit bei einer Auslastung von 25 Prozent, wo es sonst 80 Prozent waren“, bilanziert Ober. Dank Überbrückungshilfe befindet sich das nicht bezuschusste Privattheater aber „im guten Bereich“, sagt Ober. Wer das Haus durch eine Spende unterstützen möchte, darf dies natürlich gern tun.

Das Theater hat technisch aufgerüstet, damit sich die Besucher sicher fühlen können. „Wir haben eine Klimaanlage mit Zu- und Abluft, zwei Luftfiltergeräte und einen Aerosol-Tester im Eingangsbereich“, schildert Ober. „Wir sind auch alle geimpft“, führt sie weiter aus. Auch würden zurzeit nicht mehr als 60 Zuschauer pro Vorstellung eingelassen, um Leerplätze zur Abstandswahrung zu behalten.

Die Premiere von „Landeier II“ ist am Freitag (10. Dezember) um 20 Uhr im Boulevard Münster. Karten können an der Theaterkasse reserviert werden (geöffnet Mo 11-15 und 18.30-22 Uhr, Di 11-15 Uhr, Mi bis Fr 11-15 und 18.30-22 Uhr, Sa 11-22 Uhr und an Sonntag- und Feiertagen eine Stunde vor Spielbeginn), im Internet über karten@boulevard-muenster.de oder unter

  41 40 400.

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