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Foto-Ausstellung „Colours and Light“ im Torhaus

Farbenfrohe Lichterspiele

Münster

Erst im Rentenalter hat die münsterische Künstlerin Annemarie Berlin angefangen ernsthaft zu fotografieren. Mittlerweile wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mehrere ihrer Bilder sind nun in einer neuen Ausstellung in Münster zu sehen.

Von Joel Hunold

Annemarie Berlin stellt ihre Fotos im Torhaus aus. Hier steht sie neben ihrem Lieblingsfoto. Foto: Joel Hunold

Eigentlich fotografiert die münsterische Künstlerin Annemarie Berlin am liebsten in China und Myanmar. Doch weil Reisen in den vergangenen Monaten nur eingeschränkt möglich war, stammen die meisten Bilder ihrer neuen Ausstellung „Colours and Light“ aus der Schweiz, von der Ostsee und auch aus dem Münsterland. „Nach meinen Reisen durch Asien habe ich jetzt mal die deutsche Seite entdeckt“, sagt Berlin.

Für die Ausstellung, die ab Sonntag bis zum 22. Dezember (Mittwoch) im Torhaus am Neutor in Münster zu sehen ist, habe sie unterschiedliche Makro-, Landschafts-, und Reisefotografien ausgewählt. „Ich wollte verschiedene Arten der Fotografie zeigen“. Doch alle Bilder verbindet das farbenfrohe Spiel mit dem Licht. Man sieht durch Nebelschwaden tiefblau eingefärbte Wälder, hellblaue wolkenlose Himmel, leuchtendrote Sonnenuntergänge über wogenden Wellen, Spaziergänger am beige-gelben Ostseestrand und strahlende Blumenblüten, die so besonders in Szene gesetzt sind, dass man zunächst nicht glauben möchte, dass sie so wirklich in der Natur vorkommen.

Licht beim Fotografieren ist entscheidend

„Makroaufnahmen mache ich am liebsten“, sagt Berlin –über diesen Weg ist die Rentnerin vor etwa zehn Jahren überhaupt erst zur Fotografie gekommen. Auch ihr Lieblingsbild der Ausstellung zeigt eine solche Ma-kroaufnahme inmitten von Blumen, in der sich das Sonnenlicht in glitzerndem Tau spiegelt. „Das ist im Garten der Nabu-Naturschutzstation in Hiltrup entstanden“, erzählt sie. Rund zwei Stunden habe sie für die perfekte Aufnahme gebraucht. „Bei der Fotografie ist das Licht das entscheidende.“ Für ihre Aufnahmen an der Ostsee ist sie „früh aufgestanden und spät ins Bett gegangen“ – „das Licht ändert sich manchmal von Sekunde zu Sekunde und bekommt dann eine ganz andere Wirkung“, erklärt Berlin.

Einige Bilder der Ausstellung stammen dennoch aus Asien. Darunter auch ihre vor zwei Jahren preisgekrönte Fotografie mit dem Titel „Balance“, die einen Fischer auf einem See in Myanmar zeigt.

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und sonntags von 11 bis 15 Uhr in der Galerie des historischen Torhaus (Neutor 2) zu sehen – nach Vereinbarung ist die Künstlerin persönlich vor Ort.

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