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13. Ausgabe des AV-Picknicks im Pumpenhaus begann verspätet

Geduldiges Warten auf sphärische Klänge

Münster

Wilko Franz und Sven Stratmann luden am Freitagabend zur 13. Ausgabe des beliebten „AV-Picknicks“ ins Pumpenhaus. Diesmal waren „M-Band” des isländischen Multi-Instrumentalisten Hörður Már Bjarnason sowie das Duo „Kirrin Island” (Hamburg/Hannover) und Niklas Paschburg, der ebenfalls aus Hamburg kam, die Gäste. Paschburg feierte zugleich sein Live-Debüt. Wieder einmal war das AV-Picknick restlos ausverkauft.

Ulrich Coppel

Niklas Paschburg feierte am Freitagabend sein Live-Debüt. Mit ruhigen, meditativen Klängen begann er als erster von drei Acts beim 13. AV-Picknick im Pumpenhaus. Foto: ukc

Technische Probleme waren die Ursache dafür, dass sich das Publikum in langen Schlangen draußen vor dem Pumpenhaus längere Zeit gedulden musste. Da wurde der Picknickkorb schon vor Beginn um das eine oder andere Getränk erleichtert. Doch die Kälte wirkte der tiefenentspannten Stimmung nicht entgegen. Schließlich fand man dann doch in den Saal und richtete sich erst einmal gemütlich auf den selber mitgebrachten Decken ein. Bis zum ersten Act des Abends sollte noch eine weitere halbe Stunde ins Land gehen.

Gegen 21.30 Uhr, und damit gut eine Stunde später als geplant, begann Niklas Paschburg mit allerlei elektronischem Equipment sphärische Klangflächen ins abgedunkelte Pumpenhaus zu zeichnen. Dazu illuminierten Stratmann und sein Team den Bühnenraum mit dezentem Scheinwerferlicht, spärlich aufflackernden einzelnen Glühbirnen und reichlich Nebel. Fast hatte man das Gefühl, als lausche man der fast meditativ wirkenden Musik im flachen Bodennebel unter einem wolkenlosen Sternenhimmel. In „Dawn“, Paschburgs aktueller Single-CD, gaben ganz ruhige Bässe einen dezenten Puls. Während der anschließenden halbstündigen Umbaupause schickte Franz das Publikum erst einmal wieder nach draußen.

Genau wie auch bei Paschburg liegen Hörður Már Bjarnasons Wurzeln im Bereich der traditionellen Musik. Später erweiterten sie ihren musikalischen Horizont mit elektronischen Instrumenten. Der in Berlin lebende Bjarnason ist viel gefragt, und reist für Konzerte durch ganz Europa. Indes ist Paschburg noch durch und durch auf der Suche, und bereitet sich auf ein Filmmusikstudium vor. Kirrin Island setzte dazu mit buntem Electronic Pop einen frischen Kontrast.

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