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Titanick‘s neue Inszenierung „Trip Over“

Im Mustang Richtung Freiheit

Münster

Theater trifft Projektion: Die neue Produktion des Theater Titanick ist ein theatrales Roadmovie und erzählt die Geschichte eines Liebespaares. Dabei verschwimmen Realität und Fiktion im Rausch der Bilder.

Auf der Suche nach Identität und Freiheit: „Trip Over“ ist ein theatrales Roadmovie und erzählt die Geschichte von Lola und Ocean – ein Liebespaar, das sich auf die Reise begibt. Foto: Martin Jehnichen

Die Open-Air-Inszenierung „Trip Over“ wurde im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen auf dem Hawerkamp-Gelände geprobt und durfte damals nur vor einer Handvoll Zuschauern aufgeführt werden. Jetzt kommt die Produktion erneut nach Münster und wird am Freitag und Samstag (24. und 25. September) jeweils um 20.30 Uhr auf dem Parkplatz der Firma Dermasence am Hafengrenzweg 9 aufgeführt.

„Trip Over“ ist ein theatrales Roadmovie und erzählt die Geschichte von Lola und Ocean – ein Liebespaar, das sich auf die Reise begibt, auf die Suche nach Identität und Freiheit. Doch die Vergangenheit reist dicht an ihrer Seite und wirft einen immer größer werdenden Schatten über den Roadtrip, heißt es in einer Ankündigung. So wird die Reise zu einer Irrfahrt, geprägt von der Sehnsucht nach einer zerbrochenen Liebe und der Notwendigkeit, sich der Vergangenheit zu stellen.

Realität und Fiktion verschwimmen

Ein alter Ford Mustang nimmt im Mittelpunkt des Bühnenbildes eine zentrale Rolle ein. Er ist für das Paar zugleich Heimat wie Aufbruch und bewegt sich vom Fernweh gesteuert in waghalsige Höhen. Die Performance mit Livemusik wird ergänzt durch Videoprojektionen, die den Zuschauern eine neue Perspektive eröffnen soll. Realität und Fiktion verschwimmen dabei im Rausch der Bilder, heißt es. Das Stück wirft die grundlegenden Fragen nach Einsamkeit und der Sehnsucht nach Gemeinsamkeit auf.

Kostenloser Workshop

Mit „Trip Over“ werden die Jubiläumsfeierlichkeiten „30 + 1“ des „Titanick Open Air Summer“ beendet, die im Juli mit der Präsentation von „Upside Down“ in der York Kaserne begonnen haben und mit den sieben Vorstellungen von „Titanic“ im Gasometer fortgesetzt wurden. Diese neun Vorstellungen haben laut Veranstalter bisher 5000 Zuschauer gesehen.

Beide Orte seien wie geschaffen gewesen für die Inszenierungen – besonders die Inszenierung ‚Titanic‘ im Gasometer, der mit seinen zwölf Meter hohen rostigen Metallplatten der Werft-Atmosphäre ähnelte, sei passend gewesen.

Vier Live-Kameras

Während sich „Titanic“ durch archaische Mittel und überzeichnete Figuren auszeichnet, treffen in der multimedialen Aufführung „Trip Over“ Theater und Projektion aufeinander. Vier Live-Kameras verfolgen das reale Geschehen durch unterschiedliche Perspektiven.

Das Stück wird durch das Regionale Kulturprogramm des Landes NRW gefördert. Tickets gibt es unter www.titanick.de.

Theater Titanick bietet im Rahmen der Regionalen Kulturförderung des Landes NRW einen Workshop an zum Thema „moving objects“, in dem es um spezielle Fähigkeiten des Spielens im öffentlichen Raum geht. Der Workshop findet am Donnerstag und Freitag (23. und 24. September) 17 bis 20 Uhr statt und ist kostenlos. Anmeldungen: info@titanick.de

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