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Markus Fischer und Irmhild Willenbrink im Kreativ-Haus

Komödiantische Rutschpartie

Münster

Nach zwei Jahren corona-bedingter Veranstaltungspause beziehungsweise „Hausmannskost und Magerquark“ – wie das Bühnenpaar die Pandemiezeit umschreibt – sind Markus Fischer und Irmhild Willenbrink wieder auf der Bühne. Ihr neues Programm ist ein köstlicher Spaß nach langer Spaßpause.

Marcus Fischer und Irmhild Willenbrink als Dr. Dings und Dr. Bums Foto: Landmesser

Ob als Country-Combo Dan und Donny, Dr. Dings und Dr. Bums, Mutter und Gustl oder einfach als Willenbrink und Fischer – am Freitagabend forderte das Unterhaltungsduo auf der Theaterbühne im Kreativ-Haus die Lachmuskeln des Publikums heraus.

Nach zwei Jahren corona- bedingter Veranstaltungspause beziehungsweise „Hausmannskost und Magerquark“ – wie das Bühnenpaar die Pandemiezeit umschreibt – sind Willenbrink und Fischer im Wilden Westen des Kabaretts und der Improvisationskunst wieder auf freiem Fuß.

Im neuen Programm „Hätte, Könnte, Würde – Gerede, Gesinge und Improvisiertes“ nehmen die beiden Wortakrobaten gleichwohl Rücksicht auf die zweijährige Unterforderung der Mundwinkelpartie ihres Publikums. Langsam und beharrlich steigert sich die Intensität ihrer komödiantischen Rutschpartie, in der sie sowohl aktuelle politische Themen als auch Banales wie Möglichkeiten der Selbstverwirklichung im Phantasialand thematisieren.

Nahtlos geht das Programm von Willenbrink und Fischer dabei stets in musikalische Darbietungen über, die aus der eigenen Feder stammen und mit Chanson, Country, Schlager und Popmusik vielfältige Stile umfassen.

Auf der Theaterbühne im Kreativ-Haus gipfelte der kabarettistische Spannungsbogen am Freitagabend mit einem Musikstück, das wie eine Mischung aus Frank Sinatras „My Way“ und „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef wirkte. Die Atmosphäre, die Willenbrink und Fischer zwischen den von ihnen verkörperten Figuren schufen, erinnerte dabei an die von Miss Sophie und ihrem Butler James in „Dinner for One“.

Mit tosendem Applaus belohnte das Publikum die etwa zweistündige Darbietung, wobei in einigen Köpfen sicherlich die Frage „Was war hier geplant und was improvisiert?“ kursierte.

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