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„Full Spin Festival“ im Pumpenhaus

Körper, Kunst und Krise

Münster

Im Pumpenhaus findet in der kommenden Woche zum sechsten Mal das „Full Spin Festival“ statt. Newcomer und renommierte Kompagnien kommen nach Münster.

Die Kölner Gruppe KimchiBrot Connection kreist am 16. Oktober um das Thema Verlust. Foto: Christopher Horne

Seit 2012 bringt „Full Spin“ alle zwei Jahre internationale und lokale Physical Artists zusammen. Vom 13. bis 17. Oktober findet nun die sechste Ausgabe des Festivals im Pumpenhaus statt. Newcomer treffen auf renommierte Kompagnien und stellen sich aktuellen Fragen der Verbindung von Körper und Digitalität. Zu sehen sind vier außergewöhnliche Performances, die auch live gestreamt werden, heißt es in der Ankündigung.

„Full Spin“ bietet der stets im Wandel begriffenen Spiel- und Kunstform des Physical Theatre eine Heimat. Als Plattform für internationalen künstlerischen Austausch rahmen Artist Talks, eine Akademie in Kooperation mit der Folkwang UdK, ein Residenzprogramm sowie Workshops das Vorstellungsprogramm ein. In Netzwerkgesprächen geht es um Körper, Kunst und Krise: Spielen Labels wie „Tanz“, „Physical Theatre“, „zeitgenössischer Zirkus“ oder „Figurentheater“ inmitten einer Pandemie noch eine Rolle?

Vier Performances

Im Fokus steht auch bei der sechsten Festival-Ausgabe das Physical Theatre selbst. Zu sehen sind vom 13. bis 17. Oktober vier Performances. Sabeth Dannenberg (aka Physical Monkey) fragt in „Camouflage“ (13. Oktober), was Frauen in den Widerstand treibt.

Inspiriert durch die syrischen Frauenverteidigungseinheiten und Werke der nicaraguanischen Schriftstellerin Gioconda Bell ist eine Arbeit entstanden, die am vier Meter hohen Chinesischen Mast Poesie und Politisches, Akrobatik und Erzählung vereint.

Das tschechische Teatre Continuo zeigt in der künstlerischen Leitung von Pavel Štourač „Please leave a message“ (14. Oktober.) – eine Performance, die auf die Anfänge der Menschheit zurückführt, auf einen Gruß an der Höhlenwand. Teatre Continuo verbindet Tanz und Theater, Akrobatik, Lyrik und Musik, verkehrt das Komische ins Tragische und das Vertikale ins Horizontale. Oder umgekehrt.

Zurück zu den Ursprüngen

Auch die Stuttgarter „backsteinhaus produktion“ geht zurück zu den Ursprüngen – als der Mensch noch nackt und die Bühne noch leer war. „Show down“ (15. Oktober) forscht zur Entstehungsgeschichte des modernen Individuums – in einem faszinierenden, tänzerischen Spiel mit Archetypen, Hierarchien und Macht.

Die Kölner Gruppe „KimchiBrot Connection“ kreist in „Keep on Survivin“ um das Thema Verlust (16. Oktober). Die Performer loten das Spannungsverhältnis zwischen Stillstand und Bewegung, Schmerz und Kitsch, Freiheit und Zwang aus.

Fast alle Veranstaltungen lassen sich auch im Livestream verfolgen und sind bis zum 24. Oktober als Video on demand verfügbar. Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem im WN-Ticket-Shop, Picassoplatz 3.

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