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Museums-Tour

Bilder von der Nacht: Kuratorin bringt Licht ins Dunkel

Münster

Die Nacht steckt voller Geheimnisse. In der Kunst wird sie schaurig-düster inszeniert, aber auch freundlich und hell. Notizen von einer Tour zu Nachtbildern mit Dr. Judith Claus, Kuratorin für die Alten Meister im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Und zwar mit Taschenlampe!

Doerthe Rayen

Dr. Judith Claus leuchtet mit einer LED-Lampe auf das Bild von Carl Eduard Blechen. Der Betrachter befindet sich im Innern eines verfallenen Gemäuers. Durch einen Torbogen öffnet sich der Blick in einen blau-dämmerigen Abendhimmel – mit Mondsichel und Sternen. schlummert ein Correggio-ähnliches Bild. Hier ist das Kind in der Krippe die Leuchtquelle – und sorgt für Licht auf dem Bild. Es stammt von Victor Janssens. Daneben Foto: Gunnar A. PierGunnar A. Pier/LWL-MKuK/Hanna Neander

Licht aus, Spot an: Ganz so wie einst bei Ilja Richter und der legendären Disco geht es an diesem Morgen natürlich nicht zu. Disco-Feeling ist in einem Kunstdepot auch schwer vorstellbar. Deshalb bleibt das Licht an. Dr. Judith Claus, Kuratorin für die Alten Meister im LWL-Museum für Kunst und Kultur am münsterischen Domplatz, ist auf der Suche nach Nachtbildern. Eines soll im Museumsdepot im Kellergeschoss schlummern. Sie zieht an Regalnummer Nummer 115. Die Gitterwand rollt fast geräuschlos raus – und gibt am Ende den Blick frei auf ein riesiges, finsteres Gemälde. Es stammt von dem flämischen Maler Victor Janssens und ist dessen Verneigung vor einem großen Meister der Renaissance: vor Correggio.

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