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Susanne von Bülow stellt im Atelierhaus ihre Körperbilder aus

Nacktheit - eine bedrohte Freundschaft

Münster

Pornographie, Pädophilie, Sexting, Datingshows wie „Adam sucht Eva“ - der Körper wird in die Öffentlichkeit gezerrt, um daraus Kapital zu schlagen. Haben Körper und Geist, Leib und Seele überhaupt noch eine Chance, intime Freunde zu werden? Susanne von Bülow thematisiert Nacktheit in ihren Bildern.

Gerhard H. Kock

Susanne von Bülow beschäftigt sich mit Nacktheit und lädt in ihrem Atelier mit den Ankleidepuppen dazu ein, das persönliche Empfinden zu angezogenen und unangezogenen Körpern zu erkunden. Foto: Gerhard H. Kock

Körper und Geist sind unzertrennlich – zumindest in irdischen Dimensionen. Welches Verhältnis die beiden miteinander haben, bestimmt der Körper mehr, als es der Geist in seiner Herrschsucht wahrhaben will. Im besten Fall können die beiden scheinbar wesensfremden Teile des Menschen einander mit Neugier freundschaftlich kennenlernen. Doch die Zeiten der Unbefangenheit, „Naivität“, wie Susanne von Bülow es nennt, sind bedroht, wenn nicht vorbei. Die Künstlerin beschäftigt sich seit vielen Jahren in ihrer Arbeit tiefgründig mit Nacktheit als ebenso existenzieller wie sozialer Erfahrung. Aus aktuellem Anlass zeigt sie im Atelierhaus Schulstraße eine Ausstellung: „Unangezogen – Körperbilder zwischen Selbstvergewisserung und Kommunikation“.

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