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Serie zur Sonderausstellung „Macke“

Sehr realitätsnah und detailliert

Münster

In einer Sonderausstellung sind in Münster bald Werke von August Macke zu sehen. Eines zeigt „Ottilie Macke mit Hut“.

wn

Mit Schraffuren und Konturen mittels dunkler Kohle und heller Kreide zeichnete August Macke seine Schwester Ottilie mit Hut (1905/1906) auf Büttenpapier. Foto: LWL Museum für Kunst und Kultur

Der Maler zählt zu den beliebtesten im Landesmuseum. Im Vorfeld der nächsten Sonderausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“, die vom 28. Mai bis 5. September im Museum für Kunst und Kultur zu sehen sein wird, stellen die Freunde des Landesmuseums eine Handvoll Werke vor – heute: „Ottilie Macke mit Hut“ (1905/1906).

Zwischen detailverliebter Zeichnung und Faustskizze changiert dieses Bild Ottilie Mackes (1875-1938), das ihr Bruder August Macke (1887-1914) 1905/1906 von ihr erstellt.

Das Werk entsteht in der frühen Schaffenszeit Mackes. Die Zeichnung von Ottilie ist sehr realitätsnah und detailliert ausgearbeitet. Dennoch ist zu erkennen, dass Macke sich insbesondere auf die Ausarbeitung der Hand und des Gesichts seiner Schwester fokussiert. Der Oberkörper und die Kopfbedeckung sind hingegen skizzenhaft ausgeführt. Die Zeichnung zeigt, wie Macke sich mit unterschiedlichen Zeichenmethoden auseinandersetzt. Er arbeitete mit Schraffuren und Konturen und spielt mit unterschiedlichen Stärken in der Strichführung. Des Weiteren nutzt er dunkle Kohle und helle Kreide, um die Tiefenwirkung der Zeichnung zu unterstreichen.

Viele Porträts von Mackes Frau

Das Zeichnen begleitet Macke sein Leben lang. Dabei sind es vor allem die Personen aus seinem direkten Umfeld, die er immer wieder in Zeichnungen festhält. Am meisten porträtiert er jedoch nicht seine Schwester Ottilie, sondern seine Frau Elisabeth Macke (1888-1978). Sogar das erste nähere Kennenlernen der beiden findet im Rahmen einer Porträtsitzung statt. Das Bildnis hat sich seit seiner Entstehung im Familienbesitz der Schwester befunden. 2006 konnte das Gemälde mit Unterstützung der „Freunde“ für die Macke- Sammlung des Landesmuseums erworben werden.

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