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Die Ausstellung „Boten der Nacht“ im Kunstmuseum Pablo Picasso

Tänze und Küsse des Todes

Münster

Picasso-Fans kommen in der aktuellen Ausstellung des Kunstmuseums Pablo Picasso Münster nicht zu kurz: Geht es doch um ihn und zwei seiner Gefährtinnen. Doch eine Etage höher wandelt sich das Bild: Dort treiben „Boten der Nacht“ ihr ästhetisch faszinierendes Unwesen.

Wie ein Vampirbiss wirkt „Der Tod packt eine Frau“ von Käthe Kollwitz. (um 1921-1922, Kreide auf Papier). Foto: Käthe Kollwitz Museum, Köln

„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, sang einst Theaterlegende Gustaf Gründgens. An seinen Filmschlager mag denken, wer im ersten Raum der Ausstellung „Boten der Nacht“ die Bilder von Karl Schmidt-Rottluff oder Otto Dix betrachtet. Aktbilder, Szenen nächtlichen Amüsierbetriebs bis hin zu einem verruchten Zirkuspaar sind hier zu sehen, als gelte es, die Liedzeile „Schlendrian, Schlendrian unter den Laternen“ zu illustrieren. „Babylon Weimar“ hat Kurator Alexander Gaude diesen Eröffnungsraum in Anspielung auf die spektakuläre Fernsehserie „Babylon Berlin“ genannt. Auch hier wird auf dem Vulkan getanzt, und die Künstler zeigen es in expressiven Grafiken.

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