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Was macht eigentlich Paul Maximilian Schulze?

Kein Alltag nirgends

Münster

Das Theater hatte während der Corona-Zeit zwangsweise spielfrei. Deshalb sind die Kreativen aber nicht untätig, wie sie in einer Interview-Serie des Theaters verraten – heute: Paul Maximilian Schulze.

wn

Paul Maximilian Schulze in „Kasimir und Karoline“ Foto: Marion Bührle

Das Theater hatte während der Corona-Zeit zwangsweise spielfrei. Deshalb sind die Kreativen aber nicht untätig, wie sie in einer Interview-Serie des Theaters verraten – heute: Paul Maximilian Schulze.

Wie sieht Ihr (Corona-)Alltag derzeit aus?

Paul Maximilian Schulze: Um ehrlich zu sein, fühlt es sich nach wie vor nicht nach Alltag an. Gegenfrage: Ist diese Zeit, in der wir gerade leben, alltäglich? Ich hoffe, dass die Umstände, in denen wir zurzeit leben, nicht zur Alltäglichkeit werden. Außerdem sind meine Tage seit Beginn der Pandemie so verschiedenartig, dass ich nicht von Alltag sprechen würde.

Wofür haben Sie Zeit, wozu es vorher „keine“ Zeit gab?

Schulze: Da gibt es viele Dinge, z.B. die Wohnung renovieren, den Kleiderschrank ausmisten und neu sortieren, ein Drehbuch für einen dystopischen Kurzfilm schreiben und drehen, an eigenen Songs arbeiten, mehr lesen und noch einiges mehr. Viel Zeit bedeutet für mich viele Möglichkeiten!

Welche Gewohnheiten haben Sie während des Lockdown entwickelt?

Schulze: Positiv finde ich, dass ich wieder mehr koche und mich bewusster ernähre. Ich esse zum Beispiel kaum noch Fleisch, probiere mich in veganen Gerichten und versuche so, meinem Körper und vor allem Natur und Tier etwas Gutes zu tun. Negativ ist für mich, wenn ich mal wieder zu lange vor den Social-Media-Kanälen hängen bleibe.

Wie halten Sie sich als Schauspieler derzeit fit?

Schulze: Stretching, Liegestütze, mittlerweile haben ja auch die Fitnessstudios wieder auf, wo ich ein bis zweimal die Woche verschiedene Übungen mache und natürlich mit Stimmtraining.

Welches besondere Gericht haben Sie in letzter Zeit für sich entdeckt bzw. kreiert?

Schulze: Absolutes Lieblingsgericht in der Corona-Zeit ist für mich Cannelloni mit Spinatfüllung, italienischer Tomatensoße und Parmesan. Die Füllung schmeckt lecker mit Gorgonzola oder Mascarpone, man kann das Gericht aber auch sehr einfach mit veganen Frischkäse und veganen Schmelzkäse zubereiten, schmeckt auch köstlich.

Möchten Sie ein Buch, einen Film oder eine Serie empfehlen?

Schulze: Der Film „Down by Law“ von Jim Jarmusch, der passte vor allem in der Anfangszeit von Corona auf absurde und übertragene Weise. Zur Zeit habe ich den Autor Milan Kundera für mich wiederentdeckt, neben seinem bekanntesten Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ finde ich vor allem „Die Identität“ einfach großartig.

Was vermissen Sie?

Schulze: Ich vermisse es sehr, tanzen zu gehen, sich dabei frei zu fühlen, mit der Menge zu verschmelzen, gemeinsam auf einer Welle zu sein und dabei positive Energie zu verbreiten, zu teilen und zu bekommen. Auch die Energie, die in einem vollem Publikumssaal entstehen kann, vermisse ich sehr.

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