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Was macht eigentlich Carola von Seckendorff?

„Vermisse Lächeln ohne Masken“

Münster

wn

Carola von Seckendorff in der „BRD-Trilogie / Die Sehnsucht der Veronika Voss) Foto: Marion Bührle

Wie sieht Ihr (Corona-)Alltag derzeit aus?

Carola von Seckendorff: Lange schlafen. Ausgiebig Zeitung lesen. Gymnastik. Frühstück. Schreibtischarbeit oder Termine. FamilyTime. Kochen. Den Tag ausklingen lassen . . .

Wofür haben Sie jetzt Zeit, wozu es vorher „keine“ Zeit gab?

Von Seckendorff: Ausgesprochen mehr Zeit für die Familie. Für „längerfristige“ Planungen, die über den nächsten Tag hinausgehen, sogar für regelmäßige Termine. Für eigene Struktur. Für Meditation. Sogar für ein regelmäßiges Online-Intuitionstraining. Für Bücher. Für Binge Watching.

Welche positiven / negativen Gewohnheiten haben Sie während des Lockdown entwickelt?

Von Seckendorff: Regelmäßiger Sport und Meditation. Weniger Fastfood. Mehr Bedürfnis nach frischer Luft und Natur.

Wie halten Sie sich als Schauspielerin derzeit fit?

Von Seckendorff: Ich arbeite im Moment weniger als Schauspielerin, denn als künstlerische Leiterin. Von daher geht meine ganze Arbeitskraft in die Planung und Konzeption von Corona-tauglichen Formaten, wie z.B. den jetzt anstehenden Open-Air-Projekten des Stadtensembles. Viel Energie kostet auch die Verschiebung des „Festivals der Demokratie“, das in diesem Herbst über neun Tage im Pumpenhaus stattfinden sollte, nun aber glücklicherweise in das nächste Jahr (ins Bundestagswahljahr) verschoben werden konnte – aber schon in diesem Herbst mit einigen Werkstattformaten von sich reden machen wird!

Welches besondere Gericht haben Sie in letzter Zeit für sich entdeckt bzw. kreiert?

Von Seckendorff: Immer wieder entdecke ich gerne das siebengängige Gabel-Menü im „Restaurant Freiberger“ in Coesfeld, welches ich nicht selber kochen muss und mir nun ab und an mit der Familie leiste, weil ich gerade nicht so viel Geld für Kneipengänge ausgebe wie sonst.

Möchten Sie ein Buch bzw. einen Film oder eine Serie empfehlen?

Von Seckendorff: Ich habe sehr genossen „Warten auf’n Bus“, noch zu sehen in der ARD-Mediathek und auch „Little Fires Everywhere“ auf Netflix. Ich empfehle sehr die Autorin Nino Haratischwilli mit den beiden Wälzern „Das achte Leben (Für Brilka)“ und „Die Katze und der General“.

Was vermissen Sie am meisten?

Von Seckendorff: Gespräche, die über Corona hinausgehen. Smalltalk-Kneipen-Abende mit dem Ensemble. Lächeln ohne Masken. Ein gut gefülltes Theater. Eine normale Theaterproduktion ohne Abstand. Licht am Ende des Corona-Tunnels hinter dem noch ganz viel Klimakatastrophe lauert. Den abgesagten Urlaub in Korsika.

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