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Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie im Dom zu Münster

Vom Sehnen nach Frieden beseelt

Münster

Mit Chor und großem Orchester, Glockenklang und Orgel feiert Gustav Mahler in seiner zweiten Sinfonie die Auferstehung. In Münsters Dom beeindruckten die Musiker aus Münster und Israel sowie die Chöre aus Polen aber besonders in den innigen Momenten.

Von Harald Suerland

Golo Berg dirigierte im St.-Paulus-Dom zu Münster die vereinigten Orchester aus Rishon LeZion und Münster sowie die Chöre der Katholischen Universität Lublins und des dortigen Musiktheaters. Solistinnen waren Christiane Libor (l.) und Stefanie Irányi. Foto: Jürgen Christ

Es ist eine der magischen Stellen in der Musik: Eben noch hat das große Orchester, scheinbar unbeeindruckt von pompös hereinbrechenden Jenseits-Visionen, das emsige Gewusel der Welt in skurrilen Farben gemalt – da setzt plötzlich, einen Halbton höher, leise die menschliche Stimme ein. Zu den Worten „O Röschen rot“ singt sie von irdischer Pein und der Sehnsucht nach dem Himmel. So naiv und innig, wie der Text aus „Des Knaben Wunderhorn“ es vorgibt und wie drei Trompeten in einem pianissimo gespielten Choral tönen.

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