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„De swatte Kumelge“ der Niederdeutschen Bühne bringt Freude in dunkle Tage

Wenn das erste Lichtlein brennt

Münster

Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster ist wieder im Einsatz. Und spendet mit „De swatte Kumelge“ Licht und Freude. Kurios: Die muntere Verwechslungskomödie spielt weitgehend im Dustern. Aber die Zuschauer sehen alles. Wie das geht? Wir erklären es.

Von Johannes Loy

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt? Das ist in einer im Wortsinn „swatten Kumelge“ immerhin ein Ereignis: Szene mit (v.l.) Heike van Schrick, Eva-Maria Lüring, Heinz Bösing, Uli Tarner, Kathrin Henschel und Hermann Fischer, der auch Regie führt.Foto: Oliver Berg

Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster zündet, passend zu diesem bedrückend-düsteren Corona-Advent, ein Lichtlein an. Ein Lichtlein, wie es nur eine Komödie, oder, in gesteigerter Form, eine Farce entfachen kann. Wenn insgesamt acht Figuren in dunkler Stube zusammenhocken und so Existenzielles wie eine Heirat, eine Nachbarschaftsbeziehung oder einen potenziellen Kunstverkauf als Rettung aus prekären Verhältnissen verhandeln, dann muss es ja munter holpern, stolpern und krachen. Die „Black Comedy“, die ursprünglich der britische Autor Peter Shaffer ersann und die Altmeister Hannes Demming für Münsters Niederdeutsche Bühne adaptiert und übersetzt hat, wirkt jedenfalls auch auf „Mönsterlänner Platt“ wie ein Freudenspender. Der Applaus nach der Premiere am Freitagabend im Kleinen Haus klang stakkatoartig- belebend, auch wenn die Reihen coronabeschränkt nur schachbrettartig besetzt waren.

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