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Kleinkunstabend bei „Kultur am Kanal“ im Bennhohaus

Wieder Leben auf der Bühne

Im Bennohaus in Münster ist wieder reges Bühnenleben. Wir waren beim Auftakt nach langer Live-Abstinenz dabei.

Von Axel Engels

Seit mittlerweile 35 Jahren gibt es den Männerchor „Homophon“ in Münster. Die Sänger wurden im Bennohaus gefeiert. Foto: Axel Engels

Besser hätte man den Auftakt der wiedererstarkten Reihe „Kultur am Kanal“ nicht betiteln können als mit „Phoenix aus der Asche – wir brennen für Kultur“. Denn die lange Live-Kulturabstinenz in Zeiten der Pandemie hatte auch vor dem Bennohaus nicht haltgemacht. Umso erfreulicher, dass die Auftaktveranstaltung am Freitag in sicherem Rahmen stattfinden konnte. Und so zeigte sich, dass das bunte und vielfältige Kulturleben in Münsters Viertel am Kanal wie der mythische Vogel zu neuem Leben erstarkt ist.

Die Organisatoren hatten auch ein facettenreiches und alle Generationen ansprechendes Programm zusammengestellt. Die große Resonanz bei den Kulturliebhabern machte diesen Abend zu einem mitreißenden Erlebnis. Mit humoristischen Prisen würzte Martin Schlathölter seine Moderation. Erste Bühnenerfahrung machte die Band „Friendly Neigh­bourhood“ mit einem bestens abgemischten starken Sound, bevor es mit dem Improvisationstheater „7 Wiesen“ nach Stichworten aus dem Publikum in spontane Welten ging. Schlager liegen dem Männerchor „Homophon“ am Herzen. Da wurden aus den von „Sailor“ besungenen „Girls“ natürlich „Kerle“, und zum 35-jährigen Bestehen hatte der Chor tief in die Schatzkiste seines Repertoires gegriffen und einen Strauß wunderbarer Melodien gebunden, die in feinster Gesangskunst ihren Glanz entfalteten.

Auf hohem musikalischen Niveau verwöhnte der Chor „Spellbound“, der mit Songs von Paul Simon bis Lady Gaga einen wunderbaren Einblick in sein Programm „Beziehungsweise“ gab. Für den literarischen Part war Andy Substanz, mit bürgerlichem Namen Andreas Lating, zuständig, der mit Akribie und Feinsinn Texte aus seinem „Lyrikkeller“ mitgebracht hatte. Mit spritzigen Choreographien verwöhnte die „Gold Crew“ die Tanzliebhaber. Für angenehme Pausenunterhaltung sorgte die Sängerin Sarah im Foyer, und der Abend endete gleichsam mit langjährigen Freunden des Bennohauses. „Jeannot Akono & Friends“ sind bekannt für eine Musik, bei der die Vielfältigkeit der Musik mit ihren kulturverbindenden Elementen wie eine gelebte Völkerverständigung wirkt.

Ein derart farbenreicherer Auftakt von „Kultur am Kanal“ macht neugierig auf die nächsten Veranstaltungen dieses lang vermissten Ostviertel-Events.

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