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Offene Ateliers am Hoppengarten

Kunst aus vielen Händen

Münster

15 Künstlerinnen präsentieren von Freitag bis Sonntag am Hoppengarten ihre Kunst. Wir haben bereits einmal in einige der Ateliers geschaut.

Von Björn Meyer

Theresa Potente (o.l.), Rena Dorstel (o.r.), Mari Foto: Björn Meyer

„Mittlerweile hat sich die Veranstaltung verstetigt“, sagt Theresa Potente und schaut in die Runde der Künstlerinnen, die am Mittwochnachmittag im Garten hinter den Ateliers am Hoppengarten beisammensitzen. Zum siebten Mal präsentiert die freie Szene am Hoppengarten von Freitag bis Sonntag nun ihre Werke, die mit so viel Liebe und Mühe in den verschiedenen Ateliers entstanden sind.

Von Beginn an dabei ist etwa Liane Sommer. Malerei aber auch Holzschnitte und Siebdruck sind neben dem Zeichnen ihr Metier. In ihrem Atelier hängt eine vier Quadratmeter große Bleistiftzeichnung, die einen Schwarm darstellt. „Wie sehr bin ich Teil eines Schwarms, wie sehr Individuum?“, diese Frage habe sie inspiriert, sagt Sommer.

Kunst in Energie berechnet

Ein Stockwerk höher präsentiert unter anderem Mari Girkelidse ihre Druckgrafiken, die nicht nur imposant aussehen, sondern auch noch ganz untypische Details aufweisen. Denn Girkelidse weist ihre Kunst sozusagen in Energie aus – in Kilokalorien, Sprit- und Stromverbrauch. Zudem arbeitet sie gerade an einem Buch über Einwanderung – ein Herzensprojekt.

Wieder eine Etage tiefer widmete sich Martina Wichmann zuletzt fein gezeichneten Aquarellen. „Die Pandemie hat mich in diesem Zusammenhang positiv beeinflusst, denn das war eine fast schon meditative Arbeit, für die es viel Ruhe brauchte“, sagt sie.

Edelstahl- und Holzarbeiten

Rena Dorstel zeigt Bildobjekte und Edelstahlskulpturen, die sie händisch biegt, während Inga Leugers klassische Stein- und Holzarbeiten präsentiert. „Während der Pandemie habe ich aber auch viel ausprobiert und mit ungewöhnlichen Materialien gearbeitet“, so Leugers.

Durchaus ungewöhnlich und ebenso vielfältig ist auch die Kunst von Lisa Schlosser, bei der Upcycling und eine Vielzahl von Tonköpfen zwei Auffälligkeiten sind. Bei Hannelie Böhm steht das weibliche Geschlecht sowie die Nähe zur Natur im Zentrum ihrer Bildhauer-Arbeiten. Theresa Potente beschäftigte sich bei ihrer Bildhauerei zuletzt ungewöhnlich viel mit Holz – inspiriert von Rosenstöcken, die es mühevoll umzupflanzen galt. Daneben gibt es zudem noch Werke weiterer Künstlerinnen vom Hoppengarten zu erleben.

Die Offenen Ateliers am Hoppengarten 28 sind am Freitag (18 bis 21 Uhr), Samstag (14 bis 19 Uhr) und am Sonntag (13 bis 19 Uhr) besuchbar. Am Samstagnachmittag wird es zudem ein Konzert der Singer/Songwriterin Hannah Melea geben. Die Künstlerinnen weisen Besucher darauf hin, dass ein 3G-Nachweis zu erbringen ist.

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