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Museumsfest Schauraum

Kunst erleben mit dem Bus und zu Fuß

Münster

Zum ersten Mal seit 2019 findet das Museumsfest Schauraum wieder in gewohnter Form statt. Hier gibt es einen Überblick über das Angebot.

Die Nacht der Museen war wie hier 2021 der Höhepunkt des Schauraums und soll es auch 2022 wieder werden. Foto: Oliver Werner

Am Samstag, 3. September, gehören Kunst und Kultur wieder den Nachtschwärmern. Zum Höhepunkt des dreitägigen Schauraums öffnen zur Nacht der Museen und Galerien 44 Ausstellungsorte ihre Türen bis Mitternacht.

Das städtische Kulturamt lädt zu fachkundig geführten Rundgängen und Bustouren ein, die an spannende Kulturorte führen. Alle Touren und Rundgänge sind kostenfrei, wie die Stadt mitteilt.

Verschiedene Bustouren

Mit der Bustour 1 geht es zu ganz unterschiedlichen Werken zeitgenössischer Kunst an den Hafen. Die Kunsthalle Münster zeigt in der Ausstellung „A Letter from the Front“ (Ein Brief von der Front) Videos und Filme von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ukraine. Die Galerie Mike Karstens feiert Gerhard Richter, der in diesem Februar 90 Jahre alt geworden ist. Zu sehen sind Grafik-Editionen, die der Galerist im Auftrag des Künstlers realisiert hat. Abgerundet wird die Tour in der Galerie Laing mit markanten, abstrakten Skulpturen des 1979 geborenen Bildhauers Joachim Jurgelucks.

Die Bustour 2 entlang des Rings führt zuerst zur Kunstsammlung von WestLotto, die abstrakte Kunst seit den 1950er-Jahren umfasst. Danach geht es zur LVM, wo vor allem die Skulpturen im Außenraum mit ihren starken architektonischen Bezügen ins Blickfeld genommen werden. Zum Schluss steht der Wewerka-Pavillon am Aasee auf dem Programm. Er ist der permanente Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster, die ihn gemeinsam mit der Stadt Münster verantwortet. Studierende werden die 180 Quadratmeter große Ausstellungsfläche mit einer Gemeinschaftsarbeit bespielen.

Die Bustouren dauern jeweils zwei Stunden. Sie starten um 16, 18, 20 und 22 Uhr. Treffpunkt ist der Lambertikirchplatz. Bustour 1 um 16 Uhr ist auch für hörgeschädigte Menschen geeignet. Hier ist die Anmeldung per E-Mail möglich (info@kunstraum-muenster.de).

Vier Rundgänge

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann sich einem der Rundgänge anschließen. Vier unterschiedliche Touren sind im Angebot.

Beim Rundgang 1 geht es um große emotionale Themen. Im Westfälischen Kunstverein weckt die Installation „Butcher’s Coin“ Eliza Ballesteros mit überdimensionalen Stachelhalsbändern unter anderem Assoziationen an Schlachtbetriebe. Im Haus der Niederlande erzählt die poetische Fotoserie „Küste der Wörter“ von vertrauten Ängsten und Sehnsüchten. Die Ausstellung des Kulturamtes und des Freundeskreises von Wilm Weppelmann erinnert an den im letzten Jahr verstorbenen Künstler (Beginn: 17, 18, 19, 21 Uhr). Der Rundgang ist rollstuhl-geeignet.

Programm

Rundgang 2 widmet sich der Fotografie und Malerei. Die Galerie Clasing zeigt über zwei Etagen Werke von Maggy Kaiser zu ihrem 100. Geburtstag. Die Französin entwickelte ihre Malerei von der Figuration zur Abstraktion. Die Galerie Frye & Sohn präsentiert Bilder von Bernhard Edmaier, die an abstrakte Malerei erinnern, tatsächlich aber Luftaufnahmen unseres Planeten sind. Die vielfältigen Strukturen, Farben und Formen hat die Erde selbst hervorgebracht (Beginn: 18, 19, 20, 21 Uhr).

Rundgang 3 führt Richtung Bahnhofsviertel und verbindet Grafik, Malerei und Skulptur. Die Hachmeister Galerie präsentiert mit Mark Tobey (1890 - 1976) einen Pionier des abstrakten Expressionismus in den USA. In vier Räumen sind grafische Blätter und Sumi zu sehen: schwarze Tuschen auf Papier. Im no cube treffen sich in der Ausstellung „Toupiertes Grün“ zwei künstlerische Positionen zu einem Blind Date: Heiner Geisbe und Johanna Flammer haben noch nie miteinander gearbeitet, werden aber beide von der Natur zu ihren Werken inspiriert (Beginn: 18, 19, 20, 21 Uhr).

Für Familien

Für Familien mit Kindern von zehn bis 14 Jahren gibt es wieder den anderthalbstündigen Kulturrucksack-Rundgang, bei dem man selbst aktiv werden darf. Mit Künstler René Haustein geht es auf Entdeckungsreise zu Orten aktueller Kunst. In der Galerie der Gegenwart hat Meike Schulze Hobeling alltägliche Gegenstände, die teilweise aus dem Fundus ihrer Großmutter stammen, total verformt und zweckentfremdet. Im Cuba fordert der Ausstellungstitel: „Sleep later“ (Schlaf später!) Bei Katharina Kneip entsteht die Kunst nicht nur im Atelier, sondern beim Wandern oder Kanufahren. Beginn ist um 16.30 Uhr und um 18.30 Uhr.

Die Rundgänge beginnen am zentralen Infopunkt am Fürstenbergplatz auf der Müseumsinsel (Pferdegasse). Anmeldungen sind ab Donnerstag, 1. September, 15 Uhr, ausschließlich online möglich (www.stadt-muenster.de/kulturamt).

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